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Bevölkerungsstatistik: Deutschland verliert immer mehr Einwohner

In Deutschland leben immer weniger Menschen. Laut einer Prognose des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung wird die Einwohnerzahl bis zum Jahr 2025 um 1,8 Prozent zurückgehen. Besonders betroffen sind Regionen in Ostdeutschland - mit einem Bevölkerungsrückgang von fast 40 Prozent.

Deutschland verliert immer mehr Einwohner. Bis zum Jahr 2025 ist nach einer Prognose des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung (BBR) mit einem Rückgang der Bevölkerung um 1,8 Prozent zu rechnen. Allerdings wirkt sich die Entwicklung je nach Region sehr unterschiedlich aus. Besonders dramatisch wird der Bevölkerungsrückgang in Ostdeutschland. Dagegen werden vor allem im Großraum München voraussichtlich deutlich mehr Menschen leben als heute.

Wie eine Auswertung der Prognose durch DPA-RegioData ergibt, ist das sächsische Hoyerswerda statistisch gesehen am stärksten von der negativen Entwicklung betroffen. Die Einwohnerzahl wird demnach von derzeit rund 40.000 in 16 Jahren auf nur noch etwas mehr als 24.000 zurückgehen. Das entspricht einem Rückgang von fast 40 Prozent. Mit deutlichem Abstand folgen die Städte Frankfurt/Oder in Brandenburg und Neubrandenburg in Mecklenburg-Vorpommern, wo die Bevölkerung voraussichtlich um rund 28 Prozent schrumpfen wird.

Auch viele Kreise und Städte im ehemaligen Zonenrandgebiet sind vom Bevölkerungsschwund betroffen. So verliert der Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge den Prognosen zufolge 19,1 Prozent seiner Einwohner, der Kreis Osterode am Harz 16,1 Prozent.

Das bundesweit stärkste Wachstum wird für den Großraum München erwartet, allen voran den Landkreis Erding. Leben dort derzeit noch rund 125.000 Menschen, sollen es im Jahr 2025 schon mehr als 147.000 sein - eine Steigerung um 17,8 Prozent. Aber auch im Osten gibt es einzelne Wachstumsregionen, vor allem im Großraum Berlin. Dort liegen vier der 18 Kreise und Städte, deren Einwohnerzahl nach der Prognose des BBR bis 2025 um mehr als zehn Prozent zulegen.

Die Entwicklung der Einwohnerzahlen hängt maßgeblich von Geburten, Sterbefällen und Wanderungsbewegungen ab.

DPA / DPA
Themen in diesem Artikel
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?