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Nach Beschwerden von Bürgern: Peinliche Panne in Bielefeld: Stadt muss 7000 Blitzer-Fotos löschen

Reue statt klingelnder Kasse bei der Stadt Bielefeld: Weil eine 30er-Zone nicht ausreichend beschildert wurde, muss das Ordnungsamt jetzt 7000 Fotos einer Radarfalle löschen. Zuvor hatten sich zahlreiche – vermeintliche – Temposünder beschwert.

Ein Blitzer steht an einer Straße

Zahlreiche Bürger beschwerten sich – Stadt Bielefeld baut Blitzer "Bernd" vorerst wieder ab (Symbolbild)

Getty Images

"Bernd", so heißt der neue Testblitzer der Stadt Bielefeld, hatte in nur fünf Tagen jede Menge zu tun. Stolze 7000 Mal blitzte die Radarfalle. Für das Ordnungsamt eigentlich ein Erfolg und der Beleg dafür, dass die Aufstellung des Blitzers richtig war. Doch nun wendet sich das Blatt. Das Ordnungsamt muss alle Blitzer-Fotos wieder löschen. Das bestätigte eine Mitarbeiterin auf Anfrage der "Neuen Westfälischen". Das Amt erklärte: "Wir werden keinen der Vorfälle verfolgen." Was war passiert?

Stadt Bielefeld will die Geblitzten nicht verfolgen

Der Blitzer war in einer 200 Meter langen 30er-Zone aufgestellt worden. Doch es gibt Möglichkeiten, dass man in die besagte Zone einbiegt, ohne zu merken, dass man sich überhaupt in einer 30er-Zone befindet. Wie die "Neue Westfälische" berichtet, hätten sich zahlreiche Betroffene über die Radarfalle beschwert. Ihrer Meinung nach sei nicht klar ersichtlich gewesen, dass in der Straße nur 30 Kilometer pro Stunde gefahren werden dürfe. Auch das Amt sei stutzig geworden, da ungewöhnlich viele (vermeintliche) Temposünder in nur fünf Tagen fotografiert worden seien. Rund 7000 seien es gewesen. Und tatsächlich befindet sich das Hinweisschild, das auf das Tempolimit aufmerksam machen soll, direkt hinter dem Ortseingangsschild. Das sei nicht gut zu sehen. Gegenüber der "Neuen Westfälischen" erklärte der Leiter der Straßenverkehrsbehörde in Bielefeld allerdings, dass es keinen Mindestabstand für Verkehrsschilder gebe. Trotzdem soll in dem konkreten Fall nachgebessert werden.

Schon bald soll "Bernd" wieder in der 30er-Zone blitzen

Es gibt aber auch noch einen weiteren Grund, warum so viele Autofahrer von roten Blitzen aufgeschreckt wurden. Fährt man auf den Parkplatz eines Supermarkts und verlässt diesen wieder über die vorgesehene Parkplatzausfahrt, bekommt man das 30er-Zonen-Schild gar nicht erst zu sehen. Unwissenheit schützt also doch manchmal vor Strafe. Das Ordnungsamt hat übrigens angekündigt, nach der Nachbesserung der Beschilderung an der besagten Straße wieder auf Temposünder-Jagd zu gehen.

Autofahrer aufgepasst: Achtung: Dieser fiese Tarnblitzer erwischt garantiert jeden Raser
hh
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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.