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+++ Berlin-Ticker +++

Blindgänger in der Hauptstadt: Kurzer Knall: Zünder der Fliegerbombe kontrolliert gesprengt

Bereich vollständig evakuiert +++ Bombenentschärfung legt Berlin lahm +++ Hauptbahnhof komplett gesperrt +++ 10.000 Menschen müssen Wohnung verlassen +++ Alle News im Ticker.

Eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg wird am Freitag in der Nähe des Berliner Hauptbahnhofs entschärft.

  • 10.000 Menschen müssen ihre Wohnungen verlassen, Straßen werden gesperrt.
  • Unternehmen müssen teilweise geräumt werden, auch Teile der Berliner Charité.
  • Der Hauptbahnhof wird zeitweise komplett gesperrt, stundenlang werden keine Züge fahren.

Alle News zur Bombenentschärfung in Berlin finden Sie in diesem Ticker:

+++ Zünder wurde kontrolliert gesprengt +++

Die Bombe ist entschärft. "Kurzer Knall - der Zünder wurde soeben abseits der Weltkriegsbombe kontrolliert gesprengt", erklärte die Polizei am Freitagmittag. Während der Aktion war die Umgebung aus Sicherheitsgründen geräumt worden, schätzungsweise zehntausend Menschen waren betroffen.


+++ Zünder wird aus Bombe herausgeschnitten +++


+++ Polizisten müssen Sperrbereich verlassen +++

Der Bereich ist jetzt vollständig evakuiert, die Entschärfung der Bombe beginnt. 


+++ Hauptbahnhof Berlin komplett leer +++

So sieht man den Berliner Hauptbahnhof wohl nie. Die Deutsche Bahn hat Fotos des komplett geräumten Bahnhofs veröffentlicht. 

+++ Berlin wird zu Geisterstadt +++

Die geplante Entschärfung legt das sonst so quirlige Berlin lahm. Impressionen von der Hauptstadt, mal ganz langsam und leise.  

+++ Der letzte Zug am Hauptbahnhof +++

Das war's nun mit dem Verkehr am Hauptbahnhof. Nach dieser S-Bahn fährt nichts mehr. Die Evakuierung des Hauptbahnhofs ist abgeschlossen. 

+++ Kleine Detonation wird zu hören sein +++

Die Polizei hat eine kleine Detonation um 11.30 Uhr angekündigt. Das berichtet die "Berliner Zeitung" und beruft sich dabei auf Polizeisprecher Winfried Wenzel. Die Detonation werde in der Nähe des Sperrkreises zu hören sein. Wenzel: "Da besteht kein Anlass für Panik. Das ist die Abtrennung des Zünders." 

 

+++ 10.000 Menschen verlassen Sperrkreis +++

Insgesamt 10.000 Menschen müssen wegen der geplanten Entschärfung der Bombe ihre Wohnungen verlassen. Ihre Appartments liegen im Sperrkreis. Aktuell läuft noch immer die Räumung der Zone. Personen, die beim Verlassen Hilfe benötigen, stehen die Einsatzkräfte zur Seite. 

+++ Hauptbahnhof ab sofort gesperrt +++

Bundespolizei und Deutsche Bahn teilen mit: Die Evakuierung des Bahnhofsgebäudes habe begonnen, Züge könnten dort ab sofort nicht mehr halten und führen nun durch. Das galt auch für die S-Bahnen. Etwas später wird der Zugverkehr ganz unterbrochen, dann fahren Bahnen den Hauptbahnhof gar nicht mehr an. 

+++ Selten so gesehen: Leere Straßen in Berlin +++

So zeigt sich Berlin selten bis nie: die Invalidenstraße, leergefegt. Die Straße wurde gesperrt, sie liegt in der Evakuierungszone. Der Sperrkreis rund um den Fundort der Fliegerbombe hat einen Radius von 800 Metern. 

+++ Hauptbahnhof wird evakuiert +++

Wegen der geplanten Entschärfung kommt es zu großflächigen Evakuierungen. Betroffen ist unter anderem der Hauptbahnhof. Dieser wird ab 10.00 Uhr gesperrt, Züge können dort nicht mehr halten. Die Deutsche Bahn warnte vor Behinderungen im Fern-, Nah- und Regionalverkehr. 

+++ Polizei Berlin twittert Foto der Bombe +++

Die Polizei Berlin twittert ein Foto von der Weltkriegsbombe. 500 Kilogramm schwer liegt sie in der Erde an der Heidestraße, rundherum posieren die Einsatzkräfte. "Unsere Feuerwerker vom Landeskriminalamt stehen bereit", schreibt die Polizei zu dem Schnappschuss. 

+++ Befinden Sie sich im Sperrkreise? Die Lagekarte +++

Um zu überprüfen welche Straßen und Gebäude im Sperrkreis liegen, hat die Berliner Feuerwehr eine interaktive Lagekarte bereitgestellt. Darauf ist der Sperrkreis eingezeichnet (zur Lagekarte hier klicken

+++ Es geht noch größer: Frankfurt 2017 +++

Die Evakuierung wird groß und anstrengend - aber es geht noch aufwendiger: Erst im vergangenen August mussten in Frankfurt am Main nach dem Fund eines Weltkriegsblindgängers rund 60.000 Menschen über Stunden ihre Wohnungen verlassen, der Sperrradius betrug anderthalb Kilometer. Es soll sich um die größte Evakuierungsaktion in der Geschichte der Bundesrepublik gehandelt haben (lesen Sie hier mehr dazu).

+++ Keine Einschränkungen im Flugverkehr erwartet +++ 

Im Flugverkehr von und nach Berlin soll es entgegen ersten Befürchtungen keine Einschränkungen geben. Zunächst war die Flughafengesellschaft davon ausgegangen, dass während der Bombenentschärfung in Tegel keine Flugzeuge starten oder landen können.

+++ Charité muss teilweise geräumt werden +++

Von der Evakuierung nahe dem Regierungsviertel sind auch Unternehmen, das Bundeswirtschaftsministerium, der Bundesnachrichtendienst und ein Teil des Bundesverkehrsministeriums betroffen. Die Charité und das Bundeswehrkrankenhaus müssen ebenfalls teilweise geräumt werden. Das Sozialgericht und das Museum für Gegenwartskunst im Hamburger Bahnhof bleiben den ganzen Tag geschlossen. 


+++ 10.000 Menschen müssen ihre Wohnungen verlassen +++

Etwa 10.000 Menschen, die in einem Radius von 800 Metern um den Fundort leben, müssen zur Sicherheit ihre Wohnungen verlassen. Die Evakuierung, eine der größten der vergangenen Jahre, soll um 09 Uhr beginnen. Für Menschen, die keine andere Bleibe finden, stehen zwei Sammelunterkünfte bereit.

+++ Hauptbahnhof: Ab 10 Uhr halten keine Züge mehr +++

Der Hauptbahnhof wird zeitweise komplett gesperrt, nach Angaben der Deutschen Bahn halten dort ab 10 Uhr keine Züge mehr. Fernreisende müssen dann auf die Bahnhöfe Gesundbrunnen, Lichtenberg, Ostbahnhof, Spandau und Südkreuz ausweichen. "Eine vergleichbare Situation in diesem Ausmaß hatten wir noch nicht", sagte Friedemann Keßler, Leiter des Regionalbereichs Ost bei der Deutschen Bahn und verantwortlich für den Berliner Hauptbahnhof. Etwa 300.000 Reisende und Besucher bewegen sich nach DB-Angaben täglich über den Berliner Hauptbahnhof.

+++ Bombenentschärfung: Um circa 11.30 Uhr geht's los +++ 

Heute ist es soweit: Ein Weltkriegsbombe soll in der Berliner Heidestraße und somit in unmittelbarer Nähe des Hauptbahnhofs entschärft werden. Die Bombenentschärfung legt Teile Innenstadt lahm. Experten wollen britische 500-Kilo-Fliegerbombe ab circa 11.30 Uhr unschädlich machen. Wie lange die Entschärfung dauert, ist offen.

Berlin war im Zweiten Weltkrieg immer wieder Ziel von Luftangriffen. Bei etwa 380 Bombenangriffen bis 1945 warfen Amerikaner, Briten und Russen Historikern zufolge mehr als 45.000 Tonnen Sprengstoff ab. Vor allem bei Bauarbeiten kommen die Blindgänger wieder ans Licht.

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pg / DPA