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Brisante Studie: Katholiken finden ihre Kirche weltfremd und reaktionär

Da müssen Papst und Bischöfen die Ohren klingen: Deutschlands Katholiken halten ihre Kirche für weltfremd und reaktionär. Vom Ende des Zölibats bis zum Priesteramt für Frauen reichen die Forderungen.

Von Gerhard Hegmann, München

Selbst die treuesten Anhänger der katholischen Kirche äußern jetzt Kritik an der Kirchenführung. Dies ist eines der brisanten Ergebnisse der an diesem Donnerstag in München vorgestellten sozialwissenschaftlichen Studie über die religiöse und kirchliche Orientierung der Katholiken in den verschiedenen Gesellschaftsschichten. Das renommierte Heidelberger Sinus-Institut hat quer durch die katholische Bevölkerung ermittelt, wie heute noch Glaube, Religion und Kirche gelebt wird. Dabei kam wenig Schmeichelhaftes zu Tage.

Im Unterschied zur Vorgängerstudie aus dem Jahr 2005 hat sich die Kritik verstärkt und nunmehr alle Schichten erreicht. In allen Milieus würden die Missbrauchsfälle und mehr noch die mangelnde Aufarbeitung als Symptom für die desolate Verfassung der Institution katholische Kirche gesehen, sagte Studien-Autor Marc Calmbach in München. Selbst der Papst habe nach seiner Wahl 2005 massiv an Ansehen verloren. "Kritisiert wird die weltfremde, reaktionäre und obstruktive Kirchenleitung sowie die rückwärts gewandte Kirchenpolitik des Papstes", heißt es in der Zusammenfassung der Studienergebnisse.

Traditionelle Frömmigkeit hat sich überlebt

Die brisante Studie wurde von fünf katholischen Institutionen, darunter Miserior und dem Erzbischöflichem Ordinariat München, über die Kirchen-Medienunternehmensberatung MDG in Auftrag gegeben. Ausführlich befragt wurden insgesamt 100 Personen aus den sozialwissenschaftlich zehn Gesellschaftsschichten. Die Ergebnisse seien zwar nicht repräsentativ für die gut 24 Millionen Katholiken in Deutschland, weil nicht gewichtet, sie gäben aber einen Einblick über die Wahrnehmung der Katholiken in den Milieus, sagte Autor Calmbach. Die Kirche habe nicht versucht, die Zusammenstellung der Ergebnisse zu zensieren.

Die Befragung habe gezeigt, dass sich die traditionelle Frömmigkeit weithin überlebt habe. Gefordert wird, Frauen zu Priesterinnen zu weihen, die Zölibatspflicht für Geistliche aufzuheben und eine andere Einstellung zur Empfängnisverhütung. Quer durch alle Milieus seien sich die Befragten einig, dass die katholische Kirche in Deutschland, "so wie sie im Moment ist, keinen Bestand haben wird". Die Kirche sei besser als ihre derzeitige Führung, lautet auch ein Fazit. So kommt die Studie zum Ergebnis, dass die Kirche und ihre Dienste, "etwa als Serviceagentur" nach wie vor gebraucht werde. Hohes Ansehen genießt das soziale Engagement. Die Zehn Gebote werden von allen Gesellschaftsschichten als zentraler Werteanker gesehen. Die Studie macht jedoch keine konkreten Vorschläge, wie sich die Kirche konkret ändern soll. Das werde an anderer Stelle entschieden, hieß es.

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Mein Kind ist 19 Jahre alt und lebt im Haushalt der Mutter. Es hat im Juli 2017 seine Schule nach der 10. Klasse dann mit Hauptschulabschluss verlassen. Danach wollte es auf einer Berfsfachschule Einzelhandel seinen Realschulabschluss nachholen (2 Jahre). Es besuchte die Schule im ersten Halbjahr nicht wirklich regelmäßig und im zweiten Halbjahr dann so gut wie gar nicht mehr. (zum Ende hin, ist es gar nicht mehr zur Schule gegangen) Das notwendige zweite Jahr ging es dann gar nicht mehr an. Stattdessen hat es sich für ein freiwilliges Soziales Jahr beworben und geht hier mehr oder weniger regelmäßig hin. Nun möchte es das FSJ abbrechen und wieder seinen Realschulabschluss nachholen. Dies soll in Vollzeit an der Volkshochschule geschehen. Zwischendurch ist immer wieder die Rede von verschiedenen Ausbildungen. Ein wirkliches Konzept, oder Interesse ist aber auch hier nicht erkennbar. Mal kommt es mit dem Berufswunsch Tierarzthelfer/In, mal mit Immobilienkaufmann/-Frau, oder Ähnlichem. Informationen über freie Stellen, oder Inhalte des Berufs und der Ausbildung können nicht genannt werden. Bei laufenden Bewerbungen am Ball zu bleiben liegt ihm auch nicht wirklich. Hab die Bewerbung ja hingeschickt, damit soll es dann auch gut sein. Langsam drängt sich mir der Verdacht auf, es sucht sich den bequemsten Weg heraus und verlässt sich auf meine nicht unerheblichen Unterhaltszahlungen. Frei nach dem Motto: Was soll ich mich kümmern, Väterchen muss ja zahlen, solange ich Schule oder Ausbildung mache. Um meinem Kind Anreize zu geben, endlich Zielstrebigkeit zu entwickeln, habe ich schon über die Kürzung bzw. Einstellung des Unterhals nachgedacht. Wie verhält sich das rechtlich, bzw. was kann ich tun?