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Britische Versicherungen: Waldi droht der "Schokotod"

Britische Hundebesitzer meinen es offenbar zu gut mit ihren vierbeinigen Lieblingen: Dem Königreich droht ein neuer Rekord weihnachtlicher Schokovergiftungen. Im Gegensatz zum Menschen können Hunde ein Kakao-Produkt nicht abbauen - und sterben.

Britische Hundebesitzer sind dringend davor gewarnt worden, über die Weihnachtstage zu viel Schokolade an ihre vierbeinigen Freunde zu verfüttern. Grund: Den Hunden droht der Tod durch Schokovergiftung. "Sorgen Sie dafür, dass Schokolade für ihre Haustiere nicht erreichbar ist", erklärte die Versicherung Tesco Pet Insurance.

Nach Angaben der Zeitung "Daily Mail" vom Montag steht das Königreich vor einem neuen Rekord beim weihnachtlichen Hundesterben. Viele Tierbesitzer würden nicht ahnen, dass das in Schokolade und anderen Kakao-Produkten enthaltene Theobromin - ein dem Koffein ähnlicher Stoff - für Hunde und andere Tiere gefährlich ist. Es habe bei ihnen unter Umständen schwere Auswirkungen auf das zentrale Nervensystem und den Herzmuskel, die zum Tod führen können.

Für Menschen sei der Stoff ungefährlich, da sie ein Enzym besitzen, das Theobromin im Körper abbaut. Hingegen könnten zum Beispiel für einen kleinen Terrier bereits ein bis zwei Tafeln Zartbitterschokolade tödlich sein, warnen die Versicherer. In diesem Jahr seien bei britischen Veterinären bislang rund 850 Notrufe wegen Schokoladenvergiftung eingegangen, während es im gesamten vergangenen Jahr 790 waren.

DPA / DPA
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