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Broschüre "Zu hoch gepokert": Glücksspiel lockt vor allem Jugendliche

Mehr als 60 Prozent der Jugendlichen im Alter von 16 und 17 Jahren haben trotz eines gesetzlichen Verbots für Minderjährige schon Erfahrung mit Glücksspiel. "Es ist gerade für junge Menschen verlockend und kann süchtig machen", warnt die Hessische Landesstelle für Suchtfragen (HLS).

Mehr als 60 Prozent der Jugendlichen im Alter von 16 und 17 Jahren haben trotz eines gesetzlichen Verbots für Minderjährige schon Erfahrung mit Glücksspiel. "Es ist gerade für junge Menschen verlockend und kann süchtig machen", warnt die Hessische Landesstelle für Suchtfragen (HLS).

Sie hat zusammen mit ihren Partnerorganisationen in Brandenburg, Thüringen, Bayern und Niedersachsen die nach eigenen Angaben bundesweit erste Broschüre zu dem Thema entwickelt. "Zu hoch gepokert?" heißt das Heftchen, das seit Dienstag kostenlos angefordert oder im Internet heruntergeladen werden kann.

Fachleute schätzen laut HLS, dass das Glücksspielverhalten von 149 000 bis 340 000 Menschen in Deutschland problematisch ist, bei 100 000 bis etwa 290 000 soll es krankhaft sein. In Hessen sind etwa 47 000 Menschen von dieser Sucht betroffen, darunter 13 400 Jugendliche im Alter von 13 bis 19 Jahren. "In den meisten Familien und Schulen wird dieses Thema, das mit seinen Risiken immer noch verkannt wird, selten zur Sprache gebracht", sagte HLS-Expertin Daniela Sener-Hoffmann laut Mitteilung.

DPA / DPA
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