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Buchpräsentation Wolfgang Gründinger: Schluss mit der "Nabelschau-Demografie"

Der 28-jährige Wolfgang Gründinger präsentiert sein Buch "Wir Zukunftssucher - Wie Deutschland enkeltauglich wird" im Lesezelt der Frankfurter Buchmesse.

Von Mirko Zapp

Bei optimistischen Herbstsonnenschein spricht Wolfgang Gründiger über die Folgen des demografischen Wandels, die Alterung und Schrumpfung unserer Gesellschaft und die bereits zu bewältigenden aber auch die noch zu erwarteten Herausforderungen. Gleich zu Beginn des Gesprächs mit Kerstin Hummel von der "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" stellt er aber fest: Der Krieg der Generationen fällt aus: "Er lauert zwar in jedem Bücherregal mit Titeln wie Frank Schirrmachers 'Methusalemkomplott', entbehrt in der Realität jedoch der Grundlage."

Die Jugend kämpft aus seiner Sicht um ihr Recht auf Zukunft und lässt sich dabei auch nicht länger von klassischen Parolen irritieren: "Die Losung 'Leistung lohnt' sich ist so antiquiert wie das Tippen auf einer Schreibmaschine", so Gründinger. Doch trotz seiner klaren Standpunkte hält Gründinger nichts von Schwarzmalerei, gegenseitigen Vorhaltungen und aufheizenden Forderungen. Der Dialog ist ihm wichtig, Sachlichkeit – viel wichtiger als die "Nabelschau-Demografie", wie er die öffentliche Panikmache mittels Horrorszenarien à la Schirrmacher nennt.

"Der Shitstorm ist eine Erfindung der Rentner!"

Doch mit dem Dialog ist es nicht immer einfach, stellt Gründinger fest. Er als 28-Jähriger, bisher noch nicht sozialversicherungspflichtig beschäftigt gewesen, schreibt Bücher, redet, macht Politik – und muss allzu oft mit dem Vorwurf leben, er wolle, ohne selbst seinen Beitrag zu leisten, den Alten ans Portemonnaie. "Stimmt nicht", sagt er, "sondern den Reichen". Dass Alter und Reichtum in der jetzigen Rentnergeneration besonders kulminieren, sei eben so.

Einen Zukunftssoli kann er sich vorstellen. Ein Prozent auf alle Vermögen oberhalb von 500.000 Euro, befreit davon ist auch das Eigenheim. Klingt nicht zuviel verlangt. Doch über solche Vorschläge werde keine sachliche Debatte geführt. Ganz im Gegenteil. 80 Prozent seiner E-Mails, so Gründinger (und er lebt nach eigenen Angaben im Netz), sind beleidigend, unsachlich, böse. Bis zur offenen Drohung ist alles dabei. "Der Shitstorm ist eine Erfindung der Rentner!", wettert er und lacht dabei – und dann werde ihm noch Respektlosigkeit vorgeworfen.

Selbstoptimierung "gefressen"

Vielleicht lohnt es, sich mit Gründingers Thesen und vor allem seiner klaren Beschreibung der jungen Generation auseinanderzusetzen. Sie wollen nicht die Welt, aber sie wollen ihren Anteil. Seine Generation habe die Selbstoptimierung "gefressen" wie keine davor, die Bereitschaft Zugeständnisse zu machen sei immens.

Die Desillusionierung aber habe den Glauben an Parteipolitik sowie an Veränderungs- oder Partizipationsmöglichkeiten im größeren Rahmen längst zerstört. Der große Knall bleibt zwar aus, so Gründinger. Doch das heißt nicht, dass sich die Jüngeren nicht zu Wort melden werden, in ihrer Art – spontan, weniger organisiert, aber deswegen nicht weniger lautstark. Und sie werden einfordern, was sie wirklich wollen: ihr Recht auf Zukunft.

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(