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Bundesarbeitsgericht: Kirchliche Einrichtungen dürfen Kopftuch verbieten

Für viele Musliminnen ist die Verhüllung des Kopfes Ausdruck ihres Glaubens: Kirchliche Einrichtungen dürfen das Tragen eines Kopftuchs jedoch verbieten, entschied das Bundesarbeitsgericht in Erfurt.

Die Klägerin und ein Begleiter vor dem Bundesarbeitsgericht in Erfurt

Die Klägerin und ein Begleiter vor dem Bundesarbeitsgericht in Erfurt

Kirchliche Einrichtungen dürfen ihren Mitarbeiterinnen in der Regel das Tragen eines muslimischen Kopftuchs verbieten. Das hat das Bundesarbeitsgericht in Erfurt am Mittwoch entschieden. Mitarbeiter in kirchlichen Einrichtungen seien zumindest zu neutralem Verhalten verpflichtet, erklärte eine Gerichtssprecherin.

Damit sei das Kopftuch als Symbol der Zugehörigkeit zum islamischen Glauben nicht vereinbar. Die konkrete Klage einer muslimischen Krankenschwester verwiesen die Richter jedoch zurück an das Landesarbeitsgericht Hamm, weil für sie unklar war, ob die Klinik wirklich eine kirchliche Einrichtung ist.

Die Klägerin hatte dem Krankenhaus nach eigenen Angaben das Tragen alternativer Kopfbedeckungen angeboten, etwa eine Kappe oder die Haube einer Nonne. Die Klinik verlangt dagegen Neutralität von ihren nicht-christlichen Mitarbeitern. "Wir erwarten nicht, dass sie sich offen zum christlichen Glauben bekennen", hatte der Anwalt des Krankenhauses im Vorfeld der Verhandlung gesagt.

mod/DPA / DPA
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