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Nordrhein-Westfalen: Centro Oberhausen: Security wirft Mann aus Einkaufszentrum, weil er keine Schuhe trägt

Security-Mitarbeiter von Europas größtem Einkaufszentrum, dem Centro in Oberhausen, setzten einen Besucher vor die Tür. Und zwar nur, weil er barfuß unterwegs war.

Centro Oberhausen: Security wirft Barfüßler aus Einkaufszentrum

Andere Kunden des Centro Oberhausen könnten an blanken Füßen Anstoß nehmen, hieß es zur Begründung (Symbolfoto)

Getty Images

In einem Shopping-Center im nordrhein-westfälischen Oberhausen wurde ein Mann vor die Tür gesetzt. Nicht etwa wegen Diebstahls oder Vandalismus, sondern weil er keine Schuhe trug. Wie der "Iserlohner Kreisanzeiger" ("IKZ"), der zuerst über den Fall berichtet hatte, auf seiner Homepage mitteilt, schlenderte Stefan B. aus Dinslaken am Montag nach Feierabend durch das Oberhausener Einkaufszentrum Centro. Dabei wurde er von einem Mitarbeiter einer Security-Firma gestoppt. Dieser hatte Anstoß an B.s fehlendem Schuhwerk genommen.

Nach Rücksprache mit seinem Vorgesetztem stellte der Security-Mitarbeiter B. vor die Wahl: Entweder er kaufe sich vor Ort ein Paar Schuhe – mit der impliziten Forderung, diese anschließend auch zu tragen – oder er verlasse unverzüglich das Gebäude.

B. trage seit März dieses Jahres keine Schuhe mehr: "Nicht weil es gerade im Trend liegt, sondern aus Überzeugung“, sagte er im Gespräch mit dem "IKZ". Durch die Security-Firma wurde er mit Hinweis auf die Hausordnung in "unmissverständlicher" Weise des Hauses verwiesen. Schließlich könnten andere Kunden an seinen blanken Füßen Anstoß nehmen. Wie die "IKZ" betont, wurden ausdrücklich keine potenziellen Verletzungsgefahren für B. als Grund für den Rausschmiss genannt.

Centro Oberhausen bittet um Entschuldigung

Sämtliche Mitarbeiter seien angewiesen, zu leicht bekleidete Kunden darauf hinzuweisen, sich entweder adäquat zu kleiden oder das Centro zu verlassen. So sei auch hier verfahren worden. Dass jemand aus Überzeugung auf Schuhe verzichtet, sei bei Regelung nicht bedacht worden, sagte der Centro-Manager der "IKZ".

Inzwischen habe man sich bei Stefan B. entschuldigt und ihm mitgeteilt, dass er auch als Barfußläufer in Zukunft das Einkaufszentrum besuchen dürfe.

Quelle: "IKZ"

km