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Karneval in Köln und Düsseldorf: Zentralrat der Muslime fordert "Charlie Hebdo"-Wagen

Nach dem Rückzug des "Charlie Hebdo"-Karnevalwagens in Köln lassen die Düsseldorfer offen, ob sie den Terror von Paris im Rosenmontagszug thematisieren. Der Zentralrat der Muslime fordert einen Wagen.

Das Siegermotiv für den Karnevalswagen zum Thema Meinungsfreiheit

Das Siegermotiv für den Karnevalswagen zum Thema Meinungsfreiheit

Der Zentralrat der Muslime hat den Rückzug des Karnevalswagens zum "Charlie Hebdo"-Anschlag aus dem Kölner Rosenmontagszug kritisiert. Wie der Deutschlandfunk berichtet, empfindet der Verbandsvorsitzende Mazyek die Entscheidung als nicht nachvollziehbar. Er ermutigte das Festkomitee Kölner Karneval, den Wagen doch einzusetzen.

Auch der nordrhein-westfälische Justizminister, Kutschaty, bezeichnete den Rückzug des Wagens als grundlos. Die Kölner Jecken machten damit dem Terror Platz, sagte der SPD-Politiker in einer Landtagsdebatte. Zuvor hatte die Türkisch-Islamische Union "Ditib" die Entscheidung begrüßt.

Der gestrichene Wagen sollte einen Jeck mit Pappnase zeigen, der das Gewehr eines Terroristen mit einem Buntstift verstopft.

Kölner Narren gestehen Fehler ein

Nach dem Stopp des Wagens übt das Festkomitee Kölner Karneval Selbstkritik. "Im Nachhinein müssen wir erkennen, dass es möglicherweise keine so gute Idee war, den Entwurf so frühzeitig zu präsentieren und damit einen langen Zeitraum für die Entwicklung von Schreckensszenarien zu lassen", heißt es auf der Facebook-Seite des Kölner Karnevals. Dort hatte das Komitee über den Rosenmontags-Wagen zum Terror von Paris abstimmen lassen.

In den Medien habe sich eine Diskussion über angebliche Sicherheitsrisiken durch diesen Wagen entwickelt, hieß es am Freitag in der Erklärung des Festkomitees: "Im Ergebnis setzte am Mittwoch eine Welle der Angst ein." Damit habe der Rosenmontagszug plötzlich seine Leichtigkeit verloren. "Wir reagieren also nicht auf etwaige Drohungen, wir reagieren auf die Ängste und Sorgen der Menschen."

Der Stopp des Wagens war vor allem auf der Facebook-Seite des Kölner Karnevals heftig kritisiert worden. Kabarettist Jürgen Becker hatte gesagt, statt öffentlich über den Wagen abstimmen zu lassen, wäre es besser gewesen, wenn mögliche Attentäter vorher gar nicht gewusst hätten, dass es ihn geben würde.

Nordrhein-Westfalens Justizminister Thomas Kutschaty (SPD) kritisierte die Absage. "Wer hier ohne handfesten Grund weicht, der macht ungewollt dem Terror Platz", sagte er im Landtag in Düsseldorf. "Der Terror verbereitet Angst und genau das ist ja auch das Ziel der Attentäter." Das Festkomitee beteuerte nach dem Stopp: "Unsere geradlinige Haltung zur Meinungsfreiheit hat sich nicht geändert."

Düsseldorfer halten Entscheidung geheim

In Düsseldorf, das traditionell als Erzrivale Kölns gilt, lassen die Jecken weiter offen, ob sie den Terror von Paris im Rosenmontagszug thematisieren. Zugbauer Jacques Tilly sagte dem "Kölner Stadt-Anzeiger", wenn es solch einen Wagen gäbe, würde das vorher nicht verraten. Es gebe aber verschiedene Ideen. "Ein Mohammed fährt auf jeden Fall nicht mit, ich bin doch nicht lebensmüde."

Den Vorschlag, den für Köln gedachten Wagen in Düsseldorf mitfahren zu lassen, lehnte Josef Hinkel, Präsident des Comitees Düsseldorfer Carneval, ab. Der dortige Zug trage Tillys Handschrift, sagte er der "Bild".

Nachdem in Köln bisher nur der Wagen, der nicht gebaut wird, im Rampenlicht stand, stellte das Festkomitee am Freitag die Motive vor, die nun wirklich gebaut werden. 26 werden es sein, darunter kölsche Themen wie das Verkehrschaos in der Stadt oder die unfertige Moschee.

Zum diesjährigen Motto "Social Jeck", das die Sozialen Netzwerke aufgreift, gibt es acht Wagen, die Shitstorms, Facebook und die digitale Überforderung auf den Arm nehmen.

jen/DPA / DPA
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.