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Tragischer Fall in Chile Mann wirft sich in Suizidabsicht nackt Löwen zum Fraß vor

Symbolfoto: Ein Löwe sonnt sich auf dem Boden liegend im Tierpark
Ein Löwen sollte einem jungen Mann in Chile beim Suizid helfen (Symbolbild)
© Marc Müller/DPA
Ein tragischer Vorfall aus Chile: Offenbar in Suizidabsicht stieg ein junger Mann nackt ins Löwengehege in einem Tierpark, um sich von den Tieren angreifen zu lassen. Am Ende wurden jedoch die Löwen getötet.

Vor den Augen schockierter Besucher ist ein junger Mann im Zoo von Santiago de Chile in das Löwengehege eingedrungen und von den Raubkatzen schwer verletzt worden. Der 20-Jährige sei gegen Mittag auf die Überdachung des Geheges geklettert - offensichtlich, um sich umzubringen, indem er sich den Löwen zum Fraß vorwirft. Er habe sich von dort aus Zugang ins Innere verschafft und sich dann nackt ausgezogen, sagte Zoo-Direktorin Alejandra Montalba am Samstag in der chilenischen Hauptstadt.

Mann klammert sich in Suizidabsicht an Löwen

Zunächst hätten ihn die drei Tiere nicht beachtet, berichtete die Zeitung "La Tercera". Dann habe der Mann sich aber an einer der Löwen geklammert und sei schließlich angefallen worden.

Um den Eindringling zu retten, erschossen die Wärter zwei der Raubkatzen, wie der Zoo auf Facebook mitteilte. Die Situation sei so gefährlich gewesen, dass der Einsatz eines Betäubungsgewehrs nicht ausgereicht hätte, sagte Montalba. Das Betäubungsmittel wirke erst nach etwa vier Minuten, in dieser Zeit hätte der Mann tot sein können.

Abschiedsbrief in der Hosentasche

In der Hose des 20-Jährigen sei ein Schreiben gefunden worden, bei dem es sich um einen Abschiedsbrief handeln könnte, sagte Polizeikommissar Gerson Sepúlveda. Augenzeugen berichteten, der Mann habe in dem Gehege Bibelverse zitiert. Sein Zustand sei kritisch, meldete das Portal "Emol". Tierschützer protestierten gegen die Erschießung der Löwen, die sich seit mehr als 20 Jahren in dem Zoo befanden, wie der Sender TVN berichtete.

Sie haben suizidale Gedanken?

Hilfe bietet die Telefonseelsorge. Sie ist anonym, kostenlos und rund um die Uhr unter 0 800 / 111 0 111 und 0 800 / 111 0 222 erreichbar. Auch eine Beratung über E-Mail ist möglich. Eine Liste mit bundesweiten Hilfsstellen findet Sie auf der Seite der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention.

jen DPA

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