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Désirée Nosbusch bei "Markus Lanz": "Klaus Kinski hat mich bedrängt und eingesperrt"

Mit 15 trifft Désirée Nosbusch ihn zum Interview in einer Hütte, am Ende muss sie über den Balkon fliehen. Bei "Lanz" erzählte die Schauspielerin davon, wie sich Klaus Kinski ihr damals näherte.

Schauspielerin Désirée Nosbusch, 48, hat in der ZDF-Talkshow "Markus Lanz" am Donnerstagabend ausführlich von einem skurrilen Interview mit Exzentriker Klaus Kinski berichtet.

Sie sei damals 15 Jahre alt gewesen, als sie den Schauspieler zum Interview in San Francisco treffen wollte. Bei einem Vorgespräch in seiner Hütte im Wald habe er sich unangenehm nah neben sie setzen wollen: "Er hat mich schon bedrängt. Aber ich war zum Glück stark genug, um zu sagen: 'Hier ist meine Grenze'", erzählte Nosbusch, die bereits mit 12 Jahren Kindersendungen bei Radio Luxemburg moderierte.

"Genommen, was er wollte"

Kinski habe sie damals in der Hütte alleine gelassen und eingesperrt. Nach zwei Stunden flüchtete Nosbusch nach eigenen Angaben über den Balkon und fuhr mit dem Taxi zurück in ihr Hotel. Zu einem Interview kam es dennoch. Über die Missbrauchsvorwürfe gegen Kinski, die seine Tochter Pola in einem Buch erhebt, hätte sie sich nicht gewundert: "Ich war leider nicht überrascht, das passt", sagte Nosbusch. Kinski habe sich "genommen, was er wollte".

Der 1991 verstorbene Schauspieler war kürzlich posthum in die Schlagzeilen geraten, als seine Tochter Pola ihr neues Buch "Kindermund" veröffentlichte. Darin berichtet die heute 60-Jährige davon, wie ihr Vater sie über Jahre missbrauchte. Nicht nur körperlich, auch seelisch, habe er sich an ihr vergangen. "Das hat er mit allen Menschen gemacht. Meinungen, Geschmack, Lebensgefühl - das wurde alles von ihm bestimmt", so Pola Kinski.

Beziehung zu Dieter Zetsche bleibt tabu

Désirée Nosbusch sprach in der Talkshow auch über Spekulationen um eine Beziehung mit Daimler-Chef Dieter Zetsche, 59. "Ja", sie sei verliebt, sagte die Schauspielerin. Sie nahm zwar den Namen des Autobosses nicht in den Mund, dafür erklärte Moderator Lanz: "Wir reden über Dieter Zetsche."

Sie wolle sich zu ihrer Beziehung aber nicht weiter äußern, ergänzte Nosbusch: "Mir tut es weh, wenn mein Privatleben nach außen gezogen wird. Natürlich ist man in der Öffentlichkeit. Aber Privatleben heißt Privatleben, weil es ein Privatleben ist."

ins/steh/DPA / DPA