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Der Papst und das Internet: Über das Netz wundern, statt Twitter-Wunder

Anregungen, philosophische Fragen und christliche Kalendersprüche: Der Papst twittert und ihm folgen Millionen. Dabei lieferte er auch überraschend scharfsichtige Beobachtungen über das Internet.

Am Tag des Rücktritts von Papst Benedikt XVI. am 28. Februar wird das Oberhaupt der katholischen Weltkirche exakt 79 Tage im Kurzbotschaftendienst Twitter registiriert gewesen sein. Seit seiner Botschaft zur Begrüßung am 12. Dezember mit einem Segen "von Herzen" schickte er 34 Nachrichten auf Arabisch, Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Polnisch, Portugiesisch und Spanisch in die Welt. "Finde Jesus", "Gott ist der sichere Fels", "Wir sind Kinder eines liebenden Vaters" und "Alles ist Gabe Gottes", verkündete er etwa - seit dem 20. Januar dann auch auf Latein.

Doch der 85-Jährige stellte auch Fragen. "Wie können wir das Jahr des Glaubens in unserem Alltag besser leben?", wollte er anfangs wissen. "Sprich mit Jesus im Gebet", gab er wenige Minuten später selbst eine Antwort. "Wie können wir den Glauben an Christus in einer Welt ohne Hoffnung leben?", hieß es kurz darauf weiter. Es folgte: "Wer glaubt, ist bestimmt nicht allein."

An Heiligabend hieß es: "An welche Weihnachtsbräuche in der Familie aus der Zeit Ihrer Kindheit erinnern Sie sich noch?" Eigenantwort: "Besonders freute ich mich über die Krippe, die wir daheim aufbauten, wir schmückten sie mit Moos und fügten jedes Jahr Figuren hinzu." Doch es gab im deutschen Konto auch 99, eher belustigte, Reaktionen. Ein Nutzer: "An Bratwürstel und Sauerkraut."

Ein Zehntel Bieber

Einen Monat später, am 24. Januar, beklagte sich Benedikt XVI. dann in der realen Welt über die Gepflogenheiten in den sozialen Onlinenetzwerken. Berühmtheiten setzten sich dort mit viel Lärm leicht gegen Nutzer durch, die ernsthafte Botschaften hätten, befand er. Wer "Wahrheiten und Werte" verkünde, stehe vor "großen Herausforderungen".

Eine Bekanntheit in sozialen Netzwerken habe "oft eher mit Berühmtheit oder Überzeugungsstrategien als mit logischen Argumenten" zu tun, kritisierte der Papst. Benedikt XVI. hatte zu diesem Zeitpunkt etwa 2,5 Millionen sogenannte Follower weltweit. Zum Vergleich: Angeführt wurde die Statistik von dem 18-jährigen kanadischen Sänger Justin Bieber mit mehr als 33 Millionen Fans.

Die meisten Nutzer folgen Benedikt XVI. auf seinem englischen Twitterkanal, zuletzt waren es fast 1,6 Millionen. Knapp 700.000 Beobachter konnte der Papst zuletzt für die spanischen und gut fast 335.000 für italienische Botschaften verbuchen. Auf Deutsch wollten gut 57.000, auf Latein etwa 22.500 Menschen die Nachrichten lesen. Insgesamt gab es zuletzt knapp 2,9 Millionen Follower.

Am Tag seines Rücktritts blieb der Papst trotz reger Debatten im Internet auf Twitter übrigens stumm. Allerdings konnte, wer wollte, seinen Eintrag vom Vortag als Trost auffassen. "Wir dürfen der Kraft der Barmherzigkeit Gottes vertrauen", hieß es am 10. Februar. Seither folgten noch zwei Botschaften mit Empfehlungen für die Fastenzeit zwischen Karneval und Ostern.

Christof Meißner/AFP / AFP
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.