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Der Tag des Rücktritts: Rückschau: "Der Papst leidet unter den Fehlern der Kirche"

Die Rücktritts-Ankündigung des Papstes kam völlig überraschend. Vor allem in Deutschland wird sein Wirken gewürdigt. Namen möglicher Nachfolger kursieren schon. Die Tages-Ereignisse in der Rückschau.

+++ 18.15 Uhr EU-Ratspräsident zollt Papst Respekt +++

EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy reagiert mit einer knapp zwei Zeilen langen Erklärung auf den Amtsverzicht von Papst Benedikt XVI. "Ich respektiere zutiefst die Entscheidung von Papst Benedikt XVI., ganz besonders weil sie nicht der Tradition entspricht. Sein Pontifikat war kurz, aber sehr schwierig", lautet die Erklärung.

+++ 17.49 Uhr: Katholischer Jugendbund zieht auch kritische Bilanz +++

Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) nennt die Rücktrittsankündigung des Papstes einen "großen, einen mutigen Schritt". Benedikt haben "vielen jungen Menschen auf der Welt Kraft gegeben zum Glauben und Mut, sich zum Glauben zu bekennen. Dafür sind wir dankbar", erklärt der BDKJ-Bundesvorsitzende Dirk Tänzler in Düsseldorf. "Papst Benedikt hat sich für die Jugend stark gemacht, das ist angekommen." Gleichzeitig habe er mit vielen Worten und Beiträgen junge Menschen in den zurückliegenden Jahren auch herausgefordert. "Denn viele junge Katholiken und Katholikinnen hoffen auf Reformen und Weiterentwicklung der Kirche." Hier habe Papst Benedikt weniger Hoffnungen geweckt.

+++ 17.46 Uhr: Kardinal Lehmann vermutet weitere Rücktrittsgründe +++

Papst Benedikt XVI. hat nach Einschätzung des Mainzer Kardinals Karl Lehmann unter den Missbrauchsskandalen in der katholischen Kirche gelitten. Benedikt habe nicht nur gesundheitliche Kraft verloren, teilt der Bischof mit. Er habe auch "an vielen Mangelerscheinungen und Fehlern in der Kirche von heute gelitten". Lehmann betont: "Kirche und Welt haben Papst Benedikt XVI. viel zu danken, mehr als uns im Augenblick bewusst ist, gerade auch wir, seine deutschen Landsleute."

+++ 17.21 Uhr: Polens Präsident dankt für Seligsprechung Johannes Paul II. +++

Der polnische Staatspräsident Bronislaw Komorowski betont nach der Rücktrittsankündigung von Papst Benedikt XVI die Freundschaft des Kirchenoberhaupts zu Polen: "Ich möchte heute herzlich danken für die vielen päpstlichen Worte, Gesten und Entscheidungen, die davon zeugen, dass Polen und die Kirche Polens einen besonderen Platz in seinem Herzen hatten und haben", sagt er. "Ich danke für die Pilgerreise in unser Land und vor allem für die Seligsprechung unseres großen Landsmanns Johannes Paul II."

+++ 17.05 Uhr: Philipp Rösler bedauert Entscheidung des Papstes sehr +++

Vizekanzler und Wirtschaftsminister Philipp Rösler betont, Papst Benedikt XVI. zeige mit dem angekündigten Rücktritt Größe. "Ich bedauere seine Entscheidung persönlich sehr, gleichwohl sind die Gründe nachvollziehbar", sagt der FDP-Chef, der Mitglied im Zentralkomitee der deutschen Katholiken ist. Benedikt XVI. gehe in Würde, zu Recht verneige sich die Welt mit Respekt vor ihm. "Unser deutscher Papst hat sich unermüdlich für die katholische Kirche, die christlichen Werte und den Dialog zwischen den Religionen eingesetzt".

+++ 16.35 Uhr: Zentralrat der Juden würdigt Papst als Impulsgeber +++

Der Zentralrat der Juden in Deutschland würdigt den Papst als Impulsgeber für das jüdisch-christliche Verhältnis. "Wir hoffen sehr, dass sein Amtsnachfolger diesen Kurs der Nähe und Freundschaft entschlossen fortsetzt. Die Leistungen von Papst Benedikt XVI. würdigen wir mit tiefem Respekt und wünschen ihm von Herzen alles Gute und Gottes Segen", erklärt Zentralrats-Präsident Dieter Graumann in Frankfurt am Main und Berlin. Benedikt XVI. habe das Gespräch mit der jüdischen Gemeinde "ausdrücklich gesucht" und "in gegenseitiger Wertschätzung" auch schwierige Themen nicht gemieden. Die Begegnung mit dem Papst sei "für uns immer eine große Freude und getragen von persönlicher Wärme" gewesen, betont Graumann. "Die Versöhnung mit dem Judentum war Papst Benedikt XVI. ein ganz persönliches Anliegen."

+++ 16.10 Uhr: Bruder: "Im Urlaub wirds's leichter werden" +++

Der Bruder des Papstes, Georg Ratzinger, hofft auf mehr gemeinsame Zeit im Urlaub. Bislang sei das Kirchenoberhaupt zwischen den Mahlzeiten "immer im Geschirr" gewesen, sagt er Reuters TV in Regensburg. "Im Urlaub wird's leichter werden."

+++ 15.27 Uhr: Gauck würdigt Benedikts Weisheit +++

Bundespräsident Joachim Gauck reagiert sichtlich bewegt den Rücktritt des Papstes. Für die historisch höchst seltene Entscheidung "sind großer Mut und Selbstreflexion nötig. Beides findet meinen außerordentlichen Respekt", sagt Gauck in Berlin. Er habe Benedikt XVI. erst kürzlich persönlich kennengelernt. "Sein Glaube, seine Weisheit und seine menschliche Bescheidenheit haben mich tief beeindruckt."

+++ 14.57 Uhr: Steinmeier: Papst setzte Maßstäbe +++

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Frank-Walter Steinmeier äußert großen Respekt vor der Rücktrittsentscheidung des Papstes. "Papst Benedikt hat sein Amt in einer durch vielfältige Umbrüche gekennzeichneten Zeit angetreten und seiner Kirche mit seiner großen geistlichen und intellektuellen Autorität Orientierung gegeben und Maßstäbe gesetzt", sagt Steinmeier in Berlin. Unvergessen sei seine vorsichtige Öffnung zu den Kirchen der Reformation. "Ich als Protestant wünsche mir, dass die katholische Kirche unter seinem Nachfolger diesen Weg der Öffnung mit Nachdruck weiter verfolgt." Katholiken und Protestanten verbinde viel mehr als sie trenne, sagt Steinmeier.

+++ 14.42 Uhr: Papst geht nach Ende seiner Amtszeit in Kloster +++

Papst Benedikt XVI. wird nach dem Ende seiner Amtszeit in ein Kloster im Vatikan umziehen. Bevor Benedikt dort einziehen könne, müssten noch Umbauarbeiten abgeschlossen werde, sagt Vatikansprecher Federico Lombardi. Dort wolle Benedikt ein Leben in Gebet und Meditation führen. Für die Übergangszeit werde er in der päpstlichen Sommerresidenz Castel Gandolfo bei Rom wohnen. "Wenn die Sedisvakanz beginnt, wird der Papst zuerst nach Castel Gandalfo umziehen", sagt er.

+++ 14.27 Uhr: Buchmacher nehmen erste Wetten über Papst-Nachfolge an +++

Kaum hat Benedikt XVI. seinen Rücktritt für Ende des Monats angekündigt, schießen die Mutmaßungen über seinen möglichen Nachfolger ins Kraut. Bei den britischen Buchmachern haben Kandidaten aus Afrika, Italien oder Kanada besonders gute Quoten, wie die italienische Nachrichtenagentur für Spiele und Wetten, Agipro News, berichtet. Demnach zeichnet sich ein enges Rennen zwischen dem nigerianischen Kardinal Francis Arinze, dem Ghanaer Peter Turkson und dem Kanadier Marc Ouellet ab. Von den italienischen geistlichen Würdenträgern hat Erzbischof Angelo Scola nach Angaben der Buchmacher gute Chancen, gefolgt von Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone, dem Zweithöchsten in der katholischen Kirchenhierarchie.

+++ 14.09 Uhr: Merkel zollt Papst Respekt +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) dankt Papst Benedikt XVI. für seine Arbeit als Kirchenoberhaupt. Sie äußert in Berlin "allerhöchsten Respekt" für dessen Rücktrittsentscheidung. Die Kanzlerin fügt hinzu, Benedikt XVI. "ist und bleibt einer der bedeutendsten religiösen Denker unserer Zeit". Merkel würdigt die Bescheidenheit des deutschen Theologen, dessen Bildung, aber auch seine Fähigkeit, die "Herzen der Gläubigen" zu erreichen. Sie hebt zudem die Verdienste des Papstes um den Dialog zwischen den Religionen hervor. Er habe "Juden wie Muslimen die Hand gereicht".

+++ 13.55 Uhr: Zollitsch: "Große menschliche Geste" +++

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, bezeichnet die Rücktrittsankündigung von Papst Benedikt XVI. als eine "große menschliche und religiöse Geste". "Wir deutschen Bischöfe danken dem Heiligen Vater für seinen Dienst auf dem Stuhl Petri und sind erfüllt von großem Respekt und von Bewunderung für seine Entscheidung", erklärt der Freiburger Erzbischof. Ihn selbst bewege die Nachricht vom Rücktritt des Papstes "zutiefst".

+++ 13.54 Uhr: Mario Monti ist geschockt +++

Italiens Ministerpräsident Mario Monti zeigt sich überrascht und geschockt von dem angekündigten Rücktritt von Papst Benedikt XVI. "Ich bin sehr erschüttert über diese unerwartete Nachricht", sagt er in Mailand, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtet. Es habe vorher keine Anzeichen oder Signale für die Entscheidung Benedikts gegeben.

+++ 13.50 Uhr: Papst hat keine akute Krankheit +++

Die Rücktrittsentscheidung von Papst Benedikt XVI. ist nach Vatikanangaben nicht auf eine akute Erkrankung zurückzuführen. Allerdings hätten in den letzten Monaten Benedikts Kräfte nachgelassen, sagt Vatikansprecher Federico Lombardi. Dies habe der Papst klar erkannt.

+++ 13.29 Uhr: Vatikan wurde überrascht +++

Die Entscheidung von Papst Benedikt XVI., das höchste Amt der römisch-katholischen Kirche aufzugeben, traf auch den Vatikan unerwartet. Es hat uns überrascht, sagt ein Vatikan-Sprecher. Der Papst habe den Entschluss aus freien Stücken getroffen, und der Rücktritt entspreche dem Kirchenrecht.

Benedikt werde danach zunächst in die päpstliche Sommerresident bei Rom reisen und später einen abgeschiedenen Wohnsitz im Vatikan nehmen. An dem Konklave zur Wahl seines Nachfolgers wird er nach den Worten des Sprechers nicht teilnehmen. Er gehe davon aus, dass diese Wahl vor Ende März stattfinden werde. Eine Spaltung der Kirche befürchte der Papst durch seinen Rücktritt nicht, sagt der Vatikansprecher. Er sei sich aber der großen Probleme bewusst, die vor der katholischen Kirche stünden.

+++ 13.23 Uhr: Polen überrascht von Benedikts Entscheidung +++

Die Rücktrittsankündigung von Papst Benedikt XVI. wird in Polen mit großer Überraschung, aber auch mit Respekt aufgenommen. "Das ist für uns eine große Überraschung", sagt Bischof Wojciech Polak, Sekretär der Katholischen Bischofskonferenz Polens. Adam Boniecki, einer der bekanntesten katholischen Intellektuellen Polens, nennt den Schritt wichtig und richtungsweisend für die Zukunft der Kirche. "Ich denke, er wollte keine Wiederholung der dramatischen letzten Monate des Pontifikats von Johannes Paul II.", sagt er in einer auf der Webseite der katholischen Wochenzeitschrift "Tygodnik Powszechny" veröffentlichten Stellungnahme. "Man muss Benedikt dankbar sein, dass er gezeigt hat, wie sich das Problem von Amt, Alter und Schwäche in großem Glauben lösen lässt."

+++ 13.20 Uhr: Volker Beck kritisiert Papst +++

Der Parlamentarische Geschäftsführer der Grünen-Bundestagsfraktion, Volker Beck, findet kritische Worte für den deutschen Papst. "Das Pontifikat von Papst Benedikt XVI. war eine verpasste Chance", schreibt er auf seiner Facebook-Seite. "Unter ihm ist die katholische Kirche teilweise wieder hinter Erneuerungen durch das zweite vatikanische Konzil zurückgefallen, beispielsweise durch die Aufhebung der Exkommunikation der antisemitisch-ausgerichteten Piusbruderschaft." Auch seine Worte gegen Homosexuelle seien ein Angriff auf den säkularen Verfassungsstaat, auf die Menschenrechte und eine humanistisch orientierte Werteordnung gewesen. "Von seinem Nachfolger erwarten wir, dass er sich seiner Verantwortung im Umgang mit Juden, Muslimen, Homosexuellen und Frauen bewusst ist und Gesellschaften hier nicht mehr spaltet, sondern eint."

+++ 13.10 Uhr: Seehofer bedauert Papst-Rücktritt +++

Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer bedauert den Rücktritt. "Die Entscheidung von Papst Benedikt XVI. verdient größten Respekt, auch wenn ich sie persönlich zutiefst bedauere", sagt der CSU-Parteichef. "Mit seiner charismatischen Ausstrahlung und seinem unermüdlichen Einsatz für das Wohl der Kirche hat der Papst aus Bayern die Menschen in aller Welt begeistert." ... "Wir sind stolz auf das Pontifikat von Papst Benedikt XVI.", sagt Seehofer. "Deutschland und Bayern haben ihm unendlich viel zu verdanken."

+++ 13.07 Uhr: Oberrabiner lobt Verdienste des Papstes +++

Israels Oberrabiner Yona Metzger lobt die Verdienste von Benedikt XVI. im Dialog zwischen den großen Religionen. "Während seiner Amtszeit gab es die besten Beziehungen zwischen der Kirche und dem Oberrabinat. Wir hoffen, dass sich das fortsetzt", lässt Metzger über seinen Sprecher ausrichten. "Er verdient ein hohes Ansehen für den Ausbau der interreligiösen Verbindungen zwischen Judentum, Christentum und Islam." Metzger wünscht dem Papst "viel Gesundheit und ein langes Leben".

+++ 13.04 Uhr: Neuer Papst vor Ostern +++

Ein Nachfolger für Papst Benedikt XVI. soll bis Ostern feststehen. "Wir sollten Ostern einen neuen Papst haben", sagt Vatikansprecher Federico Lombardi. Das Konklave zur Wahl des neuen Kirchenoberhauptes könne 15 bis 20 Tage nach dem Rücktritt beginnen.

+++ 12.59 Uhr: Hollande würdigt Entscheidung des Papstes +++

Frankreichs Staatschef François Hollande würdigt den angekündigten Rücktritt von Papst Benedikt XVI. als "höchst achtbaren" Schritt. Frankreich würdige "den Papst, der eine solche Entscheidung trifft", sagt Hollande in Paris vor Journalisten.

+++ 12.52 Uhr: Seckler: Papst zeigt Größe +++

Der Rücktritt von Papst Benedikt XVI. ist für seinen langjährigen Kollegen und Freund Max Seckler ein Zeichen der Größe des Kirchenoberhaupts. "Er stärkt damit die Auffassung, dass ein Papst aufhören soll, wenn es ihm die Gesundheit gebietet", sagt der Tübinger Theologe der Nachrichtenagentur DPA. "Er hat sehr gelitten unter manchen Dingen, die dieses Amt mit sich bringt", fügt der 85-Jährige hinzu. "Man kann sich schwer vorstellen, welche Intrigen es da in Rom gibt, mit denen er sich rumschlagen muss. Das hat ihn sehr belastet, weil er ja ein Theologe ist und ein edler Mensch."

+++ 12.49 Uhr: Deutsche Politiker reagieren auf Rücktritt +++

Auf Twitter reagieren viele deutsche Politiker auf den Rücktritt des Papstes:

CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe(@groehe): "Großer Respekt vor der Entscheidung von Papst Benedikt XVI. und einem eindrucksvollen Leben im Dienste des Evangeliums und der Menschen!"

FDP-Bundestagsabgeordneter Frank Schäffler (@f_schaeffler): "Schade! Benedikt XVI ist ein Papst der Moderne, der die Religionsfreiheit konsequent gegen jedwede Anfeindungen..."

Bundestagesabgeordneter und Thüringer FDP-Generalsekretär Patrick Kurth (@Patrick_Kurth): "Wir waren Papst."

Stellvertretende Generalsekretärin der CSU, Dorothee Bär (@DoroBaer): "Bin erschüttert, dass Papst Benedikt zurücktritt. An meinem Geburtstag gewählt. Selbst im Dreipäpstejahr geboren. #Seufz"

SPD-Bundestagsabgeordnete Kerstin Griese (@KerstinGriese): "Der Papst kündigt am Rosenmontag seinem Rücktritt an. So was konnte sich niemand ausdenken. Aber nun: Hoffnung auf Reformen! Dringend nötig!!"

Politischer Geschäftsführer der Piratenpartei, Johannes Ponader, (@JohannesPonader): "Die @Piratenpartei kommentiert den Rücktritt des Papstes nicht. Wir stehen für eine Trennung von Staat und Religion."

+++ 12.42 Uhr: Merkel spricht um 14.30 Uhr +++

Zur Rückantrittskündigung von Papst Benedikt XVI. gibt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) um 14.30 Uhr eine Erklärung ab.

Nachtrag: Die Bundeskanzlerin zieht ihr Statement auf 14 Uhr vor.

+++ 12.34 Uhr: Bundesregierung zollt Papst Respekt +++

Die Bundesregierung würdigt die Verdienste des Papstes. "Die Bundesregierung hat den allerhöchsten Respekt für den Heiligen Vater, für seine Leistung, für seine Lebensleistung für die katholische Kirche", sagt Regierungssprecher Steffen Seibert. "Er hat seine ganz persönliche Handschrift als Denker an der Spitze dieser Kirche und auch als Hirte eingebracht." Ihm gebühre Dank dafür, diese Weltkirche acht Jahre lang so geleitet zu haben.

Seibert fügt hinzu, welche Gründe auch immer zu dem Schritt geführt hätten, sie seien "natürlich zu ehren und zu achten". Der Sprecher kündigt an, dass sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) noch am Montag zu dem Rücktritt äußern werde. Persönlich sagt Seibert: "Als Christ und zumal als Katholik reagiert man mit Bewegung und mit Betroffenheit darauf."

+++ 12.20 Uhr: Grund ist angeschlagene Gesundheit +++

Papst-Bruder Georg Ratzinger nennt die angeschlagene Gesundheit von Benedikt XVI. als Grund für dessen Rücktritt. "Das Alter drückt", sagt der 89-Jährige der Nachrichtenagentur DPA. Sein Arzt habe dem Papst geraten, keine transatlantische Reisen mehr zu unternehmen, sagt Georg Ratzinger. Auch das Gehen bereite seinem Bruder zunehmend Schwierigkeiten.

Der Papst ermüde rascher, sagte sein Bruder Georg weiter. Er nennt den Rücktritt Joseph Ratzingers vom Amt des katholischen Kirchenoberhauptes einen "natürlichen Vorgang". "Mein Bruder wünscht sich im Alter mehr Ruhe." Georg Ratzinger sagt weiter: "Ich war eingeweiht." Er räumt ein, seit Monaten von den Rücktrittsplänen des Papstes gewusst zu haben.

+++ 12.19 Uhr: "Blitz aus heiterem Himmel" +++

Der Dekan der katholischen Kirche, Angelo Sodano, nennt die Ankündigung einen "Blitz aus heiterem Himmel". Benedikt, seit 2005 im Amt, hatte bereits vor einiger Zeit deutlich gemacht, dass er es sich durchaus vorstellen könne, etwa aus Gesundheitsgründen das Pontifikat abzugeben. Die Kardinäle waren eigentlich zusammengekommen, um über mehrere neue Heiligsprechungen abzustimmen.

+++ 12.17 Uhr: Papst will Gott durch "Leben im Gebet dienen" +++

Laut Radio Vatikan erklärt der Papst, dass "meine Kräfte infolge des vorgerückten Alters nicht mehr geeignet sind, um in angemessener Weise den Petrusdienst auszuüben". "Im Bewusstsein des Ernstes dieses Aktes erkläre ich daher mit voller Freiheit, auf das Amt des Bischofs von Rom, des Nachfolgers Petri, das mir durch die Hand der Kardinäle am 19. April 2005 anvertraut wurde, zu verzichten, so dass ab dem 28. Februar 2013, um 20.00 Uhr, der Bischofssitz von Rom, der Stuhl des heiligen Petrus, vakant sein wird." In Zukunft möchte er "der Heiligen Kirche Gottes mit ganzem Herzen durch ein Leben im Gebet dienen".

+++ 12.11 Uhr: Papst: Nicht mehr genug Kraft für Amt +++

Als Begründung für seinen Rücktritt sagt der Papst, er habe nicht mehr genügend Kraft für sein Amt. Zu dieser Erkenntnis sei er nach Prüfung seines Gewissens vor Gott gekommen, sagt er bei der Vollversammlung der Kardinäle.

+++ 12.08 Uhr: Bundesregierung gibt sich zurückhaltend +++

Die Bundesregierung äußert sich in einer ersten Reaktion zurückhaltend zur Ankündigung von Papst Benedikt XVI., sein Pontifikat abzugeben. Regierungssprecher Steffen Seibert, den die Meldung während der Bundespressekonferenz am Montag in Berlin erreicht, bittet um Zeit für eigene Recherchen. Er sagt aber: "Das wäre eine bewegende Meldung."

+++ 12.06 Uhr: Rücktritt am 28. Februar +++

Papst Benedikt XVI. wird am 28. Februar zurücktreten. Das kündigt das katholische Kirchenoberhaupt bei einer Vollversammlung der Kardinäle in einer auf lateinisch gehaltenen Rede an, wie ein Sprecher des Vatikans sagt. "Der Papst hat angekündigt, dass er sein Amt am 28. Februar um 20 Uhr aufgeben wird."

+++ 11.48 Uhr: Papst tritt zurück +++

Die italienische Nachrichtenagentur Ansa meldet, dass Papst Benedikt XVI. zurücktreten wird.

mlr/tkr//DPA/AFP/Reuters / DPA / Reuters
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(