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Nordrhein-Westfalen 17-Jähriger ergaunert Bahntickets im Wert von 270.000 Euro

17-Jähriger betrügt Bahn mit Onlinetickets im Wert von 270.000 Euro
Der Jugendliche ergaunerte mehr als 1300 Onlinetickets
© Daniel Bockwoldt / DPA
Ein Teenager aus Nordrhein-Westfalen soll die Deutsche Bahn um Onlinetickets im Wert von mehr als 270.000 Euro betrogen habe. Der 17-Jährige hatte sich dafür fiktive Bankkonten eingerichtet.

Andere fahren in dem Alter mit dem Schülerticket, ein 17-Jähriger aus Mülheim an der Ruhr wurde hingegen zum Betrüger im großen Stil: Der Jugendliche soll die Deutsche Bahn mit illegal erworbenen Onlinetickets um mehr als 270.000 Euro betrogen haben. Mit fiktiven Bankkonten bei real existierenden Kreditinstituten habe er über das Buchungsportal der Bahn die Tickets erworben. Das teilte die Bundespolizei in Dortmund mit, die im Auftrag der Duisburger Staatsanwaltschaft ermittelte.

Mehr als 1300 Onlinetickets illegal beschafft

Der 17-Jährige soll mit dem Betrug an insgesamt mehr als 1300 Onlinetickets gekommen sein. Die hochpreisigen Fahrkarten habe er dann an Dritte verkauft oder teilweise auch selbst genutzt.

Auf die Spur kamen die Ermittler dem damals 16-Jährigen, als er Anfang Januar als Zeuge nach einer Auseinandersetzung rivalisierender Jugendgruppen im Essener Hauptbahnhof angehört wurde. Mit seinem Smartphone hatte er Videosequenzen von der Streiterei aufgenommen – auf dem Handy entdeckten die Bundespolizisten dann Hinweise auf die rechtswidrig erlangten Onlinetickets.

Weitere Ermittlungen und eine Wohnungsdurchsuchung erhärteten den Verdacht, dass sich der Mülheimer die Onlinetickets illegal beschafft hatte. Über welchen Zeitraum sich der Betrug des Teenagers erstreckte, teilten die Beamten nicht mit. Der Jugendliche muss sich nun wegen Computerbetrugs in mehreren Fällen verantworten.

jum/DPA

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