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Deutschland-Serie, Teil 1: Wir sind nur halb so germanisch, wie wir glauben

Die halbe Welt ist vernarrt in Deutschland. Doch wir selbst sind uns oft ein Rätsel. Wer sind wir? Und wie? Eine Selbstfindung in fünf Thesen. Teil 1: Warum "Multikulti" typisch deutsch ist.

Von Philipp Möller (Grafik) und Niels Kruse (Text)

Warum könnt ihr Deutschen nicht entspannt mit unserem Land umgehen? - diese, auf den ersten Blick seltsam formulierte Frage, stellt stern-Vizechefredakteur Giuseppe Di Grazia im aktuellen Heft. Er selbst ist im Saarland aufgewachsen, hat die italienische Staatsbürgerschaft seiner Eltern und lebt in zwei Heimaten - wie so viele Menschen, die irgendwann in den vergangenen Jahrhunderten ihren Weg hierher gefunden haben. Und sich wohlfühlen.

(HINWEIS: Nutzer von Smartphones klicken bitte auf diesen Link, um sich die Infografik anzuschauen)

stern und stern.de finden: Es ist höchste Zeit, einmal anders über unser Land nachzudenken. Deswegen diese Titelgeschichte: "100 Gründe, Deutschland zu lieben" - von der Kunst des Eierkochens, über schwule Bürgermeister bis zur Unzufriedenheit als Erfolgsmotor.

Klar, die Deutschen und ihr Vaterland - dieses Verhältnis ist seit dem Ende der Naziherrschaft schwierig. Und bis heute gibt es Unverbesserliche, die von "Reinrassigkeit" und "Volksgemeinschaft" quasseln. Etwas, das es nie gegeben hat und hoffentlich auch nie geben wird. Deutschlands Lage in der Mitte Europa führt dazu, dass kaum eine andere Nation genetisch so sehr durchmischt ist wie unsere. Hier trafen und treffen sich alle, die vom allzumenschlichen Erkundungswillen getrieben, den Kontinent durchstreifen: Süd- und West-Europäer, Asiaten, Afrikaner, Wikinger, Slawen. Das Ergebnis der Migrationen haben wir auf der Grafik oben dargestellt.

Sie, liebe Leser, können gerne darüber diskutieren: Die jeweiligen Teile werden wir auf Facebook und Twitter zur Debatte stellen.

100 Gründe Deutschland zu lieben

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