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Die Kirche und der Missbrauch: Vorwürfe gegen 20 Priester im Bistum Trier erhoben

Im Bistum Trier stehen 20 Priester wegen Missbrauchsvorwürfen unter Verdacht. Alle Fälle sollen sich zwischen den 50er Jahren und 1990 ereignet haben, wie das Bistum am Montag mitteilte. Derweil wurde ein weiterer Verdacht gegen einen ehemaligen Pfarrer in Weimar bekannt.

Im Bistum Trier stehen 20 Priester wegen Missbrauchsvorwürfen unter Verdacht. Alle Fälle sollen sich zwischen den 50er Jahren und 1990 ereignet haben, wie das Bistum am Montag mitteilte. Derweil wurde ein weiterer Verdacht gegen einen ehemaligen Pfarrer in Weimar bekannt.

Das Ausmaß der Fälle sei erschreckend und mache ihn persönlich sehr betroffen, erklärte der Trierer Bischof Stephan Ackermann. Allerdings sei es gut, dass die Menschen nun offenbar ermutigt würden, sich zu melden. Nach Angaben des Bistums lagen drei Fälle bereits der Staatsanwaltschaft vor, zwei weitere wurden der Behörde übergeben. Zehn beschuldigte Priester sind demnach bereits verstorben.

Ein weiterer Missbrauchsverdacht tauchte in Weimar auf. Danach soll ein einschlägig vorbestrafter Priester aus dem Bistum Fulda, der zur Bewährung ins thüringische Weimar versetzt wurde, im Jahr 2000 ein Mädchen in einer Sakristei sexuell belästigt haben. "Die Strafanzeige ist letzte Woche bei uns eingegangen", sagte Harry Wilke, Sprecher der Staatsanwaltschaft Fulda, am Montag auf Anfrage. Da sich die Tat in Thüringen ereignet haben soll, werde die Anzeige an die Staatsanwaltschaft in Erfurt weitergeleitet. Der Pfarrer war von 1997 bis 2004 in Weimar tätig.

Auch das Bistum Essen hat einen 79 Jahre alten Priester wegen Missbrauchsvorwürfen beurlaubt. Gegen den Geistlichen sei eine kirchenrechtliche Voruntersuchung eingeleitet worden, teilte das Bistum mit. Solange sie läuft, darf der Mann keine priesterlichen Dienste ausüben. Es geht um einen Vorfall, der sich Anfang der 70er Jahre zugetragen haben soll. Der Fall wurde der Staatsanwaltschaft gemeldet, dürfte aber strafrechtlich verjährt sein.

Seit dem Bekanntwerden der Missbrauchsfälle in kirchlichen Einrichtungen ist die Anzahl der Kirchenaustritte in München sowie in Regensburg stark angestiegen. Nach Angaben der Pressestelle des Kreisverwaltungsreferats gab es in München nach noch unvollständigen Zahlen vom 1. bis 26. März 1339 Austritte. Im Vergleich dazu waren im März 2009 insgesamt 941 Menschen aus der Kirche ausgetreten - wobei dort nicht nach Katholiken oder Protestanten unterschieden wird.

Gründe müssen nicht angegeben werden. Aus den Äußerungen gehe aber hervor, dass die Austritte mit den Missbrauchsfällen zu tun haben, hieß es. Auch in Regensburg - wo die bekannten "Domspatzen" betroffen von dem Missbrauchsskandal sind - ist die Anzahl der Austritte stark gestiegen: Nach Angaben des Standesamts gab es im März des Vorjahres 104 Austritte. Vom 1. bis 29. März 2010 waren es 193 und damit fast doppelt so viele. 178 davon seien katholisch, 15 evangelisch gewesen, sagte eine Sprecherin.

In einem Bußritus bat der württembergische Bischof Gebhard Fürst um Vergebung für die Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche. Man müsse sich eingestehen, dass "Strukturen der Kirche ein Wegschauen begünstigt und die Verantwortlichen in der Kirche leichtfertig über die Schuld hinweggesehen" hätten, hieß es laut Mitteilung in dem Ritus, den der Bischof am Montag vor 150 Priestern im Rottenburger Dom hielt. Der Oberhirte der Diözese Rottenburg-Stuttgart rief die Geistlichen dazu auf, "noch größere Aufmerksamkeit gegenüber übergriffigem und missbräuchlichem Verhalten und eine christliche Kultur der Achtsamkeit" zu entwickeln.

Auch der Bischof von Münster, Felix Genn, bat die Opfer der "entsetzlichen sexuellen Übergriffe" um Vergebung. Die Kirche sei "durch diese schändlichen Vergehen schwer verletzt, ihr Antlitz entstellt", sagte Genn im Dom vor mehreren Hundert Priestern in einer Messfeier zur traditionellen Weihe der heiligen Öle. Weiter sprach Genn von einem notwendigen Prozess der Reinigung. Er fühle "tiefe Erschütterung, Beschämung und Schmerz". Das Leid der Opfer sei "unsäglich, ihre Wunden tief". Der Bischof warnte vor einem Generalverdacht, dem sich viele Priester ausgesetzt sähen. "Wir als Kirche sind gefordert, wahrhaft Buße zu tun, in Stellvertretung und Sühne für all das, was geschehen ist."

Die katholischen Priester im Bistum Osnabrück setzen sich für die lückenlose Aufklärung von sexuellen Missbrauchsfällen ein. Die Kirche könne das verlorene Vertrauen nur wiedergewinnen, wenn sie die Straftaten konsequent verfolge, sagte der Sprecher des Priesterrats der Diözese, Reinhard Molitor, in Osnabrück in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur.

Der Priesterrat ist ein Gremium, das den Bischof berät. "Das Vertrauen wiederzugewinnen wird lange dauern", sagte er. Das Bistum hatte am Wochenende einen Priester aus dem Emsland von seinem Amt entbunden, nachdem sich ein mutmaßliches Missbrauchsopfer gemeldet hatte. "Insgesamt ist das Vertrauen in die Kirche - auch bei uns - gesunken", sagte Molitor. Die Zahl der Kirchenaustritte habe sich erhöht. "Ich denke, dass die überwiegende Meinung die ist, dass wir nicht genug tun", betonte der Priester.

AFP, DPA / DPA
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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