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Diskussion um Kosten: Papst besucht kritische Briten

Papst Benedikt XVI. beginnt am Donnerstag einen viertägigen Besuch in Großbritannien. Im Mittelpunkt der Reise steht die Seligsprechung des von der anglikanischen Staatskirche zum Katholizismus konvertierten Kardinals John Henry Newman, der im 19. Jahrhundert in Großbritannien wirkte

Papst Benedikt XVI. beginnt heute einen viertägigen Staatsbesuch in Großbritannien. Es ist seine wichtigste Auslandsreise in diesem Jahr und der erste Staatsbesuch eines Papstes auf der Insel seit dem Bruch König Heinrichs VIII. mit Rom und der Gründung der anglikanischen Kirche im 16. Jahrhundert.

Im Mittelpunkt der Reise steht die Seligsprechung des von der anglikanischen Staatskirche zum Katholizismus konvertierten Kardinals John Henry Newman, der im 19. Jahrhundert in Großbritannien wirkte. Zunächst wird der Papst aber von Königin Elizabeth II. in Edinburgh in Schottland empfangen.

Benedikt trifft in Großbritannien auf geringe Begeisterung: Zur Seligsprechung Newmans auf einer Messe am kommenden Sonntag erwarten die Organisatoren nur rund 55.000 Besucher. Ursprünglich waren sie von 80.000 Gläubigen ausgegangen. Eine öffentliche Diskussion gab es um die Kosten des Besuchs, der die Staatskasse mit rund zwölf Millionen Pfund (14 Millionen Euro) belasten wird. Es ist der erste Staatsbesuch eines Papstes in Großbritannien. Papst Johannes Paul II. war 1982 lediglich im Rahmen eines sogenannten Pastoralbesuchs ins Vereinigte Königreich gekommen.

APN/DPA / DPA
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