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Dolly Buster: Doch Porno statt Politik

Politposse um Pornostar Dolly Buster: Sie wollte fürs Europaparlament kandidieren, wurde jedoch von einer tschechischen Partei nur als Stimmenfängerin missbraucht. In dem Wahlprogramm stand unter anderem, sie müsse mit 100 Bergarbeitern duschen.

Dolly Buster sitzt in Zimmer 303 des Prager Hotels "Ambassador" und fühlt sich elend. Noch vor wenigen Stunden hatte die Ex-Porno-Darstellerin von einem Mandat im Europa-Parlament in Straßburg geträumt. Doch knapp 100 Tage nach der Bekanntgabe ihres Engagements für die tschechische NEI-Partei zog die 34-Jährige nach einer skandalumwitterten Nachtsitzung ihre Kandidatur überraschend zurück. "Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende", seufzte Dolly Buster am Freitag vor ihrem Rückflug nach Deutschland.

Mit einem Medienspektakel war die damalige Noch-Kandidatin am Mittwoch im Prager Flughafen empfangen worden. Die Reise war eine Rückkehr: Dolly Buster war 1970 als Katja-Nora Bochnickova in Prag zur Welt gekommen und 1984 mit ihrer Familie nach Deutschland übersiedelt. "Aber spätestens mit meiner Prager Oma starb vor neun Jahren ein großer Teil des Gefühls für dieses Land", erzählt sie.

Vergleiche mit Ilona Staller abgelehnt

Um so überraschender kam das Angebot der 1990 gegründeten "NEzavisle Iniciativy" (Unabhängige Initiative) für die Europawahl im Juni. "Nach dem Desaster mit der FDP, für die ich mich engagierte, war ich stolz." Sie habe "frischen Wind" nach Straßburg bringen wollen und lehnt Vergleiche mit der italienischen Ex-Abgeordneten und Ex-Porno-Darstellerin Ilona Staller ("Cicciolina") ab: "Das war Klamauk, mir geht es in der Politik neben Spaß auch um Inhalte."

Doch die Zusammenarbeit mit der in Tschechien eher unbedeutenden Gruppierung entwickelt sich zum kafkaesken Zirkus. Als Buster nach einem Wahlprogramm fragt, antwortet die Partei: "In europäischen Pornofilmen sollten nur europäische Darsteller eingesetzt werden." Und ohne Absprache wird angekündigt, dass die Kandidatin in Tschechien mit Bergarbeitern duschen und mit "ihrem Freund Karel Gott" essen gehen werde. "Das war einerseits albern und andererseits so hemmungslos erfunden, dass ich ein schlechtes Gefühl bekam."

Am Donnerstag kam es zum Eklat: Bei einem Auftritt nahe der mährischen Stadt Ostrau tritt die Kandidatin zurück. Grund: Die Partei habe in der Nacht gefordert, dass sie ihr Mandat bei einem Erfolg an einen NEI-Funktionär abgibt, sagt sie: "Das wäre Betrug." Die Partei widerspricht: Dolly Buster habe Angst, wie vereinbart mit Bergmännern in eine Grube einzufahren und eine Ausrede gesucht. Man trennt sich im Streit. Wenige Stunden später sterben nahe Ostrau beim schlimmsten Grubenunglück in Tschechien seit 1990 sieben Bergleute.

"Ich wollte damals rebellieren"

"Bei einem seriösen Angebot würde ich mich auf Politik einlassen", meint Buster am Freitag bei einem abschließenden Gang über den Prager Wenzelsplatz. Schnell scharen sich auf dem berühmten Platz Menschen um den Star. "Solche Ansammlungen sind das, was ich immer wollte, aber mittlerweile fühle ich mich manchmal überfordert", gesteht sie. Wenn sie sich nicht auf die Sex-Branche eingelassen hätte, wäre sie Tierärztin geworden, sagt die 34-Jährige: "Aber ich wollte damals rebellieren, und Porno war Revolution. Heute ist es das nicht mehr."

Wolfgang Jung / DPA
Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.