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US-Präsidentschaftsbewerber: Boris Becker twittert gegen Donald Trump

Auch nach seinen rassistischen Islam-Äußerungen liegt US-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump in Umfragen weiter vorn. Das hat jetzt Boris Becker zu einem ätzenden Kommentar auf Twitter veranlasst.

Boris Becker twittert gegen Donald Trump

Auch Boris Becker gruselt es vor dem Rassisten Donald Trump

Boris Becker äußert sich über Twitter meistens zu sportlichen Ereignissen. Doch offensichtlich bewegt das Rennen der republikanischen Präsidentschaftsbewerber in den USA die deutsche Tennis-Ikone wie fast die halbe Welt, und das liegt selbstverständlich am heftig umstrittenen Donald Trump.

Als die Nachrichtenagentur Reuters über Twitter die Meldung verbreitete, dass der populistische Rechtsaußen trotz seiner rassistischen Äußerungen über Muslime in der USA die Umfragen unter den republikanischen Bewerbern weiter anführt, veranlasste das Becker zu der Bemerkung: "@Reuters that's the scary part", zu deutsch: @Reuters das ist der gruselige Teil". Damit meinte er die Tatsache, dass die republikanischen Wähler solche Bemerkungen sogar honorieren.

In der Reuters-Umfrage steht Trump unverändert mit 35 Prozent an erster Stelle im Rennen um die Nominierung. Die anderen Bewerber der Republikaner liegen der Erhebung zufolge deutlich hinter dem Millionär. Der zweitplatzierte Ben Carson erreichte zwölf Prozent, Ted Cruz und Jeb Bush folgten dahinter mit je zehn Prozent.

Es war die erste landesweite Umfrage, die nach seinen Äußerungen vom Montag erhoben wurde. Trump hatte nach den Anschlägen von Kalifornien gefordert, allen Muslimen die Einreise in die USA zu verweigern. 

64 Prozent stehen hinter Trumps Forderung

Offensichtlich hält ein großer Teil der republikanischen Wähler Trumps Forderung für richtig. Der Umfrage zufolge erklärten 64 Prozent der Republikaner, sie hätten an seinen Bemerkungen nichts auszusetzen, während 29 Prozent sie verurteilten.

Anfang kommenden Jahres beginnen die Ur- und Vorwahlen der US-Parteien, aus denen die Kandidaten für die eigentliche Präsidentenwahl im November hervorgehen. Aufseiten der Demokraten gilt die ehemalige Außenministerin Hillary Clinton als Favoritin. Präsident Barack Obama darf nach zwei Amtszeiten nicht mehr antreten.

tis/Reuters