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EKD-Rat: Käßmann soll selbst über Konsequenzen entscheiden

Nach der Trunkenheitsfahrt von Margot Käßmann hat der Rat der evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) seiner Vorsitzenden das Vertrauen ausgesprochen und ihr die Entscheidung über mögliche Konsequenzen überlassen.

Nach der Trunkenheitsfahrt von Margot Käßmann hat der Rat der evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) seiner Vorsitzenden das Vertrauen ausgesprochen und ihr die Entscheidung über mögliche Konsequenzen überlassen. Nach einer Telefonkonferenz erklärte die EKD am Mittwoch, der Rat überlasse Käßmann die "Entscheidung über den Weg, der "gemeinsam eingeschlagen werden soll". Die Bischöfin kündigte für den Nachmittag eine Erklärung an.

Die EKD-Pressestelle teile am Mittwoch in Hannover nach einer Telefonkonferenz des Rats am Vorabend mit, das Gremium habe Käßmann einmütig das Vertrauen ausgesprochen. In "ungeteiltem Vertrauen" überlasse der Rat Käßmann nun die "Entscheidung über den Weg, der dann gemeinsam eingeschlagen werden soll", hieß es in der Erklärung weiter. Eine abschließende Bewertung des Vorfalls werde der Rat bei seiner bevorstehenden regulären Sitzung von Freitag bis Samstag in der evangelischen Akademie Tutzing in Bayern vornehmen.

Käßmann kündigte am Mittag eine Erklärung für den Nachmittag in Hannover an. Die Bischöfin der evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannover war am Samstagabend in der Innenstadt von Hannover betrunken am Steuer ihres Autos erwischt worden. Die 51-Jährige hatte mit 1,54 Promille Alkohol im Blut eine rote Ampel überfahren.

Derweil stellten sich weitere Vertreter aus Politik und Kirche demonstrativ hinter Käßmann. Er halte einen Rücktritt für unnötig, sagte der Vizepräsident des EKD-Kirchenparlaments, Bayerns Ex-Ministerpräsident Günther Beckstein (CSU) am Mittwoch im Bayrischen Rundfunk. Ein Bischof sei "ein Mensch wie jeder andere" und könne daher "schwere Fehler" machen.

Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse (SPD) appellierte an Kirche und Gläubige, Käßmann nicht mit Häme zu überziehen. Die Menschen sollten nicht vorschnell "den ersten Stein werfen", da viele von ihnen ebenfalls Verfehlungen begangen hätten, sagte er den "Stuttgarter Nachrichten" und der "Kölnischen Rundschau" vom Mittwoch.

Auch die Kirchenbeauftragte der Unions-Bundestagsfraktion, Maria Flachsbarth (CDU), warnte in der in Hannover erscheinenden "Neuen Presse" (Mittwochausgabe) vor überzogenen Reaktionen. Das Fahren unter Alkoholeinfluss dürfe zwar nicht verharmlost werden, aber Käßmann habe sich klar zu ihren Fehlverhalten bekannt und werde es sicher nicht wiederholen.

Der Theologe Friedrich Schorlemmer sagte dagegen, er halte die Bischöfin und EKD-Ratspräsidentin für "in ihrer Autorität beschädigt". Er fände es gut, wenn sie im Amt bliebe, aber sie befinde sich in nun einer schwierigen Lage, erklärte er am Mittwoch im Norddeutschen Rundfunk.

AFP / AFP
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.