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Elon Musks Visionen: Werden in sieben Jahren die ersten Menschen den Mars kolonisieren?

Bereits Ende September 2016 sprach Elon Musk über eine Kolonisierung des Mars. Auf einer internationalen Raumfahrt-Konferenz hat er nun seine Pläne konkretisiert. Dabei erwähnte er auch mögliche Blitz-Fernreisen auf der Erde. 

Weltraumraketenpläne: In weniger als einer Stunde um die Erde?

Altbundeskanzler Helmut Schmidt sagte einst: "Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen." Wenn es danach gehen würde, hätte Elon Musk schon längst in eine Psychiatrische Anstalt eingewiesen werden müssen. Der 46-Jährige ist mehr als nur ein Unternehmer, er ist Visionär und Träumer zugleich.

Egal ob es das Onlinebezahlsystem PayPal oder der Elektroauto-Hersteller Tesla war: Mit beiden Geschäften hat Musk den Markt revolutioniert. Doch der gebürtige Südafrikaner denkt noch größer. 2002 gründete er das private Raumfahrtunternehmen SpaceX. Dessen langfristiges Ziel ist es, den Mars zu kolonisieren – und das soll gar nicht mehr so lange dauern.

Mit der "Big Fucking Rocket" will Elon Musk zum Mars

2022 will Musk die ersten beiden unbemannten Raumschiffe zum Mars schicken. Das kündigte er jetzt auf einer internationalen Raumfahrt-Konferenz im australischen Adelaide an. Die zwei Raumschiffe sollen dank technischer Ausrüstung die Überlebensbedingungen klären, indem sie die Suche nach Wasser und Rohstoffen vorbereiten und potenzielle Gefahren aufzeigen. Zwei Jahre später sollen dann auch Menschen zum Roten Planeten fliegen.

Doch wie will SpaceX das in so kurzer Zeit schaffen? Zum Vergleich: Die NASA plant erst nach 2030 bemannte Flüge zum Mars. Musks Lösung ist die sogenannte BFR, "Big Fucking Rocket" ("Verdammt große Rakete"). Die Arbeiten daran werden laut Musk in der ersten Hälfte des kommenden Jahres beginnen. Sie soll 106 Meter hoch und mit neun Metern Durchmesser in der Lage sein, bis zu 120 Menschen zu transportieren. Damit die Kosten nicht exorbitant hoch werden, sei es wichtig, dass die "BFR" recyclebar ist. "Es ist Wahnsinn, dass wir Raketen benutzen und sie dann auf der Erde zerschellen lassen", so Musk. Tatsächlich ist es SpaceX des Öfteren gelungen, eine Rakete nach dem Start wieder sicher zu landen.

Mars City Opposite of Earth. Dawn and dusk sky are blue on Mars and day sky is red.

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Musks Mars-Pläne sind übrigens nicht neu. Bereits Ende des letzten Jahres sprach der US-Amerikaner über eine Besiedelung. In seinem neuesten Vortrag konkretisierte er die Pläne noch einmal. 

In einer Stunde um die Welt

Doch Musk sprach auch noch von einem neuem Traum: "Wenn wir ein Schiff bauen, das zum Mars fliegen kann, können wir es dann nicht auch dafür nutzen, um auf der Erde von einem Ort zum anderen zu reisen?", fragte der SpaceX-Gründer. Er spricht von Fernflugreisen auf der Erde: Die "BFR" soll nämlich auch dafür eingesetzt werden. So könnten Passagiere beispielsweise binnen 39 Minuten bei 27.000 km/h von New York City nach Shanghai über die "Abkürzung Weltraum" reisen, wie eine Animation bei Instagram zeigt.


Auch das ist "nur" eine Vision - aber Musk hat mit seinen Projekten in der Vergangenheit bereits gezeigt, dass man nicht zwangsläufig zum Arzt gehen, sondern hart genug dafür arbeiten muss. 


rpw
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?