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EM in Lille: England-Fans bringen Straßenkind zum Trinken - für ein paar Münzen

Bei der EM 2016 sind englische Fans schon diverse Male negativ aufgefallen. Nun sollen sie in der Stadt Lille einen bettelnden Jungen verhöhnt haben. Für ein paar Münzen ließen sie das Straßenkind Alkohol trinken.

Die Fans der englischen Nationalmannschaft haben sich während der EM in Frankreich schon so manches Mal daneben benommen. Nun verbreitet sich auf Twitter eine weitere Geschichte, die einem die Sprache verschlägt: England-Fans in Lille sollen einen bettelnden Jungen dazu gebracht haben, ein Bier auf ex zu trinken, und ihm dafür Geldmünzen entgegen geworfen haben. Der Frankreich-Korrespondent der "Financial Times", Michael Stothard, machte den Vorfall auf Twitter öffentlich.

Stothard postete ein Bild der Szene und schrieb dazu, er habe mit eigenen Augen gesehen, wie der kleine Junge die Bierflasche mit fünf Schlücken leerte - unter dem Grölen der Erwachsenen. Anschließend habe er das Geld bekommen. Die Fußball-Fans hätten ihm auch eine Zigarette gegeben, die das Kind jedoch auf den Boden geworfen und ausgetreten habe.


Viele Menschen reagierten entsetzt auf das Geschehene. Einen entsprechenden Bericht von "BuzzFeed" kommentierten zahlreiche Nutzer mit wütenden Worten. "Das ist das widerlichste, was ich je gesehen habe. Haben diese Menschen überhaupt ein Gewissen?", schrieb jemand. Auf Twitter musste sich auch der Reporter Kritik gefallen lassen. Warum er nicht eingeschritten sei, wollten viele wissen.

Englische Fans bewarfen Kinder mit Geld

Es ist nicht der erste Vorfall dieser Art. Vor einigen Tagen hatte sich in sozialen Netzwerken bereits ein Video verbreitet, auf dem zu sehen ist, wie englische Hooligans mit Münzen nach kleinen Jungen werfen. Die Männer standen im Halbkreis auf einem Platz und warfen grölend mit Geld, während die Kinder umher liefen und es aufsammelten. 

Die Hooligans und ihre Gewaltexzesse sind ein ständiger Begleiter der EM 2016. In Lille kam es zu bereits mehrfach zu blutigen Zusammenstößen zwischen randalierenden Fans und der Polizei. Sicherheitskräfte setzen auf eine Null-Toleranz-Strategie.

kis
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