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Erdbeben im Osten der Türkei: Die Dramen von Ercis

Hoffnung und Trauer liegen nah beieinander im Erdbebengebiet der Türkei. Der 13-jährige Yunus, dessen Bilder gestern um die Welt gingen, ist tot. Derweil konnte ein Baby lebend geborgen werden.

Von Katharina Miklis

Es sind Bilder, die sicherlich in keinem Jahresrückblick fehlen werden: Der kleine Yunus, wie er unter den Trümmern eines Hauses in Ercis auf seine Rettung wartet. Mit traurigen und leeren Augen blickt er geduldig seinen Rettern entgegen. Auf seiner Schulter liegt die leblose Hand eines Erdbebenopfers. Der Körper des toten Mannes hatte Yunus vermutlich vor der drückenden Last der Betonplatten geschützt. Es dauerte Stunden, aber der 13-Jährige konnte gerettet werden. Es schien ihm relativ gut zu gehen. Yunus wurde zum Symbol der Hoffnung in einem Land, das mittlerweile 432 Menschen durch das schwere Erdbeben verloren hat.

Doch nun ist auch Yunus tot. Er hat es nicht geschafft. Wie unter anderem die türkische Tageszeitung "Hürriyet" berichtet, starb der Junge kurze Zeit nach seiner Bergung. Die Rettungskräfte soll er noch gefragt haben, wie spät es sei. "Oh nein, so spät schon. Bitte sagt meinem Vater nichts davon", sagte er den Männern, bevor er das Bewusstsein verlor. Yunus hatte mehrere Knochenbrüche und schwere innere Blutungen. Auf dem Weg ins Krankenhaus erlag er seinen Verletzungen. Sein Herz blieb einfach stehen.

Ein kleines Baby gibt neue Hoffnung

Aber noch haben die Menschen in der ostanatolischen Provinz nicht aufgegeben, an das Unmögliche zu glauben. Vor allem jetzt, wo am Dienstagmittag ein kleines Baby aus den Trümmern geborgen werden konnte. Auch diese Bilder gehen um die Welt: Behutsam hält ein Helfer in Ercis den erst 14 Tage alten Säugling in den Armen. Die dünnen Beinchen sind nackt, eine Beatmungsmaske bedeckt das kleine Gesicht. Die vielen Menschen, die 47 Stunden nach dem schweren Beben Zeugen dieses kleinen Wunders werden, schreien vor Glück. Sie applaudieren. Rettungskräfte fotografieren das kleine Bündel mit ihren Handys. Ein Video zeigt die verwackelten Bilder einer Rettung, die neue Hoffnung macht.

Azra heißt das kleine Mädchen, das in der am schwersten vom Erdbeben betroffenen Stadt Ercis zum Sinnbild der Hoffnung wird. Wie die türkischen Fernsehsender NTV und CNN-Türk am Dienstag berichteten, ist das zwei Wochen alte Baby sofort in ein Krankenhaus gebracht worden. "Es ist gesund und es wird leben", sagte ein behandelnder Arzt. Das Kind bewege Arme und Beine. Auch Semiha Karaduman, die Mutter des Kindes, sowie die Großmutter haben überlebt. Beide Frauen sind inzwischen gerettet worden. Die Familie soll sich zur Zeit des Erdbebens in ihrem Wohnzimmer aufgehalten haben. Der Vater des kleinen Mädchens wird noch vermisst.

Zwei Tage nach dem schweren Beben im Osten der Türkei ist die Zahl der Toten am Dienstag auf 432 gestiegen. Mehr als 1300 Menschen seien verletzt. Wie der Krisenstab der Regierung berichtete, sollen über 2200 Gebäude zerstört worden sein. Helikopter und Militäreinheiten unterstützen den Rettungseinsatz in der Provinz Van nahe der iranischen Grenze. Größere Hilfe aus dem Ausland hat die türkische Regierung allerdings bisher mit Hinweis auf eigene Kräfte abgelehnt. Nachdem viele Menschen die zweite Nacht in Folge im Freien ohne Zelte verbringen mussten, verstärkte der türkische Rote Halbmond seine Hilfsbemühungen. Noch immer erschweren starke Nachbeben die Bergungen. Die Chance, weitere Überlebende unter den Tonnen von Schutt zu finden, schwinden mit jeder Stunde. Und doch hat die kleine Azra allen gezeigt, dass es noch zu früh ist, die Hoffnung aufzugeben.

Kindesunterhalt für volljähriges Kind ohne Zielstrebigkeit
Mein Kind ist 19 Jahre alt und lebt im Haushalt der Mutter. Es hat im Juli 2017 seine Schule nach der 10. Klasse dann mit Hauptschulabschluss verlassen. Danach wollte es auf einer Berfsfachschule Einzelhandel seinen Realschulabschluss nachholen (2 Jahre). Es besuchte die Schule im ersten Halbjahr nicht wirklich regelmäßig und im zweiten Halbjahr dann so gut wie gar nicht mehr. (zum Ende hin, ist es gar nicht mehr zur Schule gegangen) Das notwendige zweite Jahr ging es dann gar nicht mehr an. Stattdessen hat es sich für ein freiwilliges Soziales Jahr beworben und geht hier mehr oder weniger regelmäßig hin. Nun möchte es das FSJ abbrechen und wieder seinen Realschulabschluss nachholen. Dies soll in Vollzeit an der Volkshochschule geschehen. Zwischendurch ist immer wieder die Rede von verschiedenen Ausbildungen. Ein wirkliches Konzept, oder Interesse ist aber auch hier nicht erkennbar. Mal kommt es mit dem Berufswunsch Tierarzthelfer/In, mal mit Immobilienkaufmann/-Frau, oder Ähnlichem. Informationen über freie Stellen, oder Inhalte des Berufs und der Ausbildung können nicht genannt werden. Bei laufenden Bewerbungen am Ball zu bleiben liegt ihm auch nicht wirklich. Hab die Bewerbung ja hingeschickt, damit soll es dann auch gut sein. Langsam drängt sich mir der Verdacht auf, es sucht sich den bequemsten Weg heraus und verlässt sich auf meine nicht unerheblichen Unterhaltszahlungen. Frei nach dem Motto: Was soll ich mich kümmern, Väterchen muss ja zahlen, solange ich Schule oder Ausbildung mache. Um meinem Kind Anreize zu geben, endlich Zielstrebigkeit zu entwickeln, habe ich schon über die Kürzung bzw. Einstellung des Unterhals nachgedacht. Wie verhält sich das rechtlich, bzw. was kann ich tun?