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Erfolg für Kolumbianerinnen: Sex-Streik zwingt Ministerium in die Knie

Ohne Straßenverkehr kein Geschlechtsverkehr: 110 Tage lang haben Frauen in einer kolumbianischen Stadt ihren Männern Sex verweigert, um den Bau einer lange benötigten Straße voranzutreiben. Schließlich gab der Transportminister nach.

18 Jahre lang hatte die Reparatur einer Straße im Westen Kolumbiens auf Eis gelegen, jetzt haben Frauen aus der Stadt Barbacoa es mit einem Sex-Streik zum Schmelzen gebracht. 110 Tage lang stiegen sie mit ihren Männern nur zum Schlafen ins Bett, damit die dringend benötigte Verbindungsstraße in die 250 Kilometer entfernte Regional-Metropole Pasto endlich wieder hergestellt wird.

Transportminister Germán Cardona und Gouverneur Antonio Navarro Wolff hatten schließlich ein Einsehen und gaben am Dienstag den Startschuss für das Bauvorhaben. Die 280 Frauen, angeführt von Richterin Barybell Silva, beendeten ihren Protest und ließen die Ketten fallen, die sie während ihrer Aktion symbolisch getragen hatten.

Vor Kurzem hatten sich Frauen auf den Philippinen mit einer ähnlichen Aktion durchgesetzt: Mit der simplen Drohung, ihre Männer nicht mehr ins Bett zu lassen, beendeten sie die jahrelangen Konflikte zwischen Familien und um Land auf der Insel Mindanao. Seitdem herrscht dort Frieden, wie das UN-Flüchtlingshilfswerk berichtete.

fw/DPA / DPA
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