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Ermittlungen gegen Mixa eingestellt: Angebliches Opfer bestreitet Missbrauch energisch

Die Staatsanwaltschaft Ingolstadt leitet gegen den zurückgetretenen Augsburger Bischof Walter Mixa kein Ermittlungsverfahren wegen sexuellen Missbrauchs ein.

Die Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs gegen den ehemaligen Augsburger Bischof Walter Mixa sind in sich zusammengebrochen. Die Staatsanwaltschaft Ingolstadt stellte ihre Vorermittlungen gegen Mixa ein, wie sie am Freitag mitteilte. Nach Vernehmungen gebe es keine Anhaltspunkte für sexuellen Missbrauch, sagte der Leiter der Staatsanwaltschaft, Helmut Walter. Das angebliche Opfer Mixas habe selbst energisch bestritten, missbraucht worden zu sein.

Die Vorwürfe waren aus dem Umfeld des angeblichen Opfers gekommen. Diese waren dann von Mitarbeitern der Diözese Eichstätt ans Bistum Augsburg weitergeleitet worden, das die Staatsanwaltschaft informierte. Die Vorwürfe bezogen sich auf Mixas Zeit als Bischof von Eichstätt.

Mixa hatte im April seinen Rücktritt eingereicht, den Papst Benedikt XVI. Anfang Mai angenommen hatte. Nach anfänglichem Leugnen hatte Mixa zugegeben, in seiner Zeit als Stadtpfarrer von Schrobenhausen Kinder geschlagen zu haben. Später wurde zudem der Verdacht des sexuellen Missbrauchs laut. Mixa war von 1996 bis 2005 Bischof von Eichstätt, danach wurde er Bischof in Augsburg.

APN/Reuters / Reuters