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News des Tages: Ex-US-Präsident George H.W. Bush auf Intensivstation

16-Jähriger stößt Frau auf S-Bahn-Gleise  +++ Wieder Erdbeben in Mittelitalien +++ Cannabis auf Rezept verbessert laut Gröhe Palliativversorgung +++ Mutmaßliches Trump-Opfer verklagt künftigen US-Präsidenten. Die Nachrichten des Tages.

George H.W. Bush

George H.W. Bush war von 1981 bis 1989 Vizepräsident unter Ronald Reagan und anschließend vier Jahre lang Regierungschef in Washington

Die Nachrichten des Tages im stern-Newsticker:

+++ 23.23. Uhr: Trump wird Namensgeber einer Motte +++

Der künftige US-Präsident Donald Trump ist zum Namensgeber für ein kleines Flatter-Tier geworden. Weil die goldenen Schuppen auf dem Kopf einer neu entdeckten Mini-Motte einen kanadischen Wissenschaftler an die charakteristische Frisur des Rechtspopulisten erinnerten, taufte er das Tier auf den Namen Neopalpa donaldtrumpi.

Mit der Namensgebung war allerdings weniger eine Ehrbezeugung für Trump verbunden als eine Mahnung zum Umweltschutz: Er wolle "die Aufmerksamkeit eines größeren Publikums auf die anhaltende Notwendigkeit des Schutzes empfindlicher Lebensräume in den USA lenken", schrieb der Forscher Vazrick Nazari in einer Fachpublikation.

Die rund neun Millimeter lange Motte ist das erste Tier, das offiziell nach Trump benannt wurde. Der scheidende Präsident Barack Obama ist Namensgeber von gleich neun Tieren, unter ihnen ein Korallenfisch aus Hawaii und eine Falltür-Spinne.

+++ 23.07 Uhr: Netflix-Aktie schießt nach starkem Kundenzuwachs hoch +++

Der Videodienst Netflix hat mit einem Zuwachs von gut sieben Millionen Abo-Kunden im vergangenen Quartal alle Erwartungen übertroffen. Die Aktie schoss daraufhin nachbörslich um mehr als acht Prozent hoch. Der Dienst verwies auf den Erfolg von Serien aus eigener Produktion wie "The Crown" oder "Luke Cage" sowie die Neuauflage der "Gilmore Girls" als treibende Kraft.

Netflix gewann 1,93 Millionen Kunden im US-Heimatmarkt und 5,12 Millionen im Rest der Welt. Die eigene Prognose des Videodienstes hatte bei jeweils 1,45 und 3,75 Millionen gelegen. Netflix schloss das Jahr mit 93,8 Millionen Mitgliedern ab, wie die kalifornische Firma nach US-Börsenschluss am Mittwoch mitteilte. 

+++ 20.04 Uhr: Generalstaatsanwälte rebellieren gegen Trumps Justiz-Nominierung +++

Eine Gruppe von Generalstaatsanwälten von fünf US-Bundesstaaten und der Hauptstadt Washington rebelliert gegen die Personalauswahl des künftigen Präsidenten Donald Trump. In einem offenen Brief fordern die Generalstaatsanwälte von Maryland, Oregon, New York, Massachusetts, Washington D.C. und Hawaii den US-Senat auf, dem designierten Justizminister und Generalbundesanwalt, Jeff Sessions, ihre Zustimmung zu verweigern und damit seine Ernennung zu verhindern.

Sessions habe sich in seiner Vergangenheit als Politiker und Generalstaatsanwalt von Alabama geweigert, Minderheiten und Schwächere zu schützen. Die Einführung wichtiger Justizreformen habe er trotz überparteilicher Empfehlungen verhindert. Das Amt des Generalbundesanwaltes sei enorm wichtig und entfalte großen Einfluss. Es sei entscheidend, dass es von jemandem bekleidet werde, auf den Verlass sei.

Sessions wurde in der vergangenen Woche zwei Tage lang von Senatsmitgliedern gehört. Eine Entscheidung darüber, ob das Gremium grünes Licht für seine Ernennung geben wird, ist noch nicht gefallen.

+++ 19.38 Uhr: Ex-US-Präsident George H.W. Bush auf Intensivstation +++

Der frühere US-Präsident George H.W. Bush liegt wegen einer Lungenentzündung auf einer Intensivstation in einem Krankenhaus in Texas. Ärzte hätten seine Atemwege unter Narkose befreit, teilte Bushs Sprecher Jim McGrath mit. Der Zustand des 92-Jährigen sei stabil. Er müsse aber zur Beobachtung auf der Intensivstation des Krankenhauses in Houston bleiben.

Auch seine Frau Barbara wurde demnach ins Krankenhaus gebracht, nachdem die 91-Jährige unter Müdigkeit und Husten litt. Es handele sich um eine Vorsichtsmaßnahme, erklärte McGrath.

Bush war von 1981 bis 1989 Vizepräsident unter Ronald Reagan und anschließend vier Jahre lang Regierungschef in Washington. Vor rund eineinhalb Jahren brach er sich bei einem Sturz in seinem Ferienhaus einen Halswirbel. Sein Sohn George W. Bush war von 2001 bis 2009 Präsident.

+++ 18.23 Uhr: Bergungskräfte retten Mutter und Kind nach Erdbeben aus Trümmern +++

 In einer dramatischen Rettungsaktion haben Bergungskräfte in der italienischen Erdbebenregion eine Mutter und ihr Kind lebend aus der Trümmern geholt. Die beiden seien mit starker Unterkühlung per Helikopter in ein Krankenhaus gebracht worden, teilte die Feuerwehr über Twitter mit. Der Zivilschutz erklärte, die Bergungsaktion in der Ortschaft Castiglione Messer Raimondo habe die Rettungskräfte "bis ans Limit" gebracht. Sie habe unter "extremen Bedingungen" bei starkem Schneefall stattgefunden.

Castiglione Messer Raimondo liegt in den Abruzzen einige Dutzend Kilometer vom Epizentrum der jüngsten Beben entfernt. Vier Mal hatte am Mittwoch in der mittelitalienischen Region die Erde gebebt. Im August waren bei einem Beben in der Region fast 300 Menschen gestorben. Ende Oktober waren dann noch einmal einige Orte in der Region von Erdstößen erschüttert worden.

+++ 17.18 Uhr: 2016 wärmstes Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen +++

2016 war das weltweit heißeste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Das geht aus jetzt veröffentlichten Daten der US-Ozeanografie- und -Wetterbehörde NOAA sowie der Raumfahrtbehörde Nasa hervor. Es war damit das dritte Jahr in Folge, dass ein globaler Hitzerekord aufgestellt wurde. Der weltweite Temperaturdurchschnitt lag demnach im vergangenen Jahr um 0,94 Grad Celsius über dem Mittelwert des 20. Jahrhunderts. Der Schnitt des Jahres 2015 wurde um 0,07 Grad übertroffen.

Als Hauptgrund für die Hitzerekorde der vergangenen Jahre benennen Wissenschaftler den menschengemachten Klimawandel. Auch das Klimaphänomen El Niño, das eine Erwärmung des Pazifischen Ozeans bewirkt, habe seinen Anteil - doch der Hauptfaktor sei der "menschliche Einfluss auf das Klima durch den Ausstoß von Treibhausgasen in die Atmosphäre", sagte der britische Klimaforscher Peter Stott.

+++ 17.11 Uhr: Pärchen lässt sich in Disco einschließen und wird beim Sex gefilmt +++

Ein Pärchen hat sich absichtlich in einer Stuttgarter Disco einschließen lassen - und ist unwissentlich beim Liebesspiel gefilmt worden. "Als gegen 8.00 Uhr am Morgen der letzte Mitarbeiter den Club verlassen hatte, plünderten die beiden die Bar und vergnügten sich mehrere Stunden miteinander", teilte die Polizei am Mittwoch mit. Eine Videokamera nahm ihr Treiben am Sonntag demnach ohne ihr Wissen auf. Gegen Mittag erwischte eine Putzfrau die beiden, worauf sie gingen. Die Polizei sucht nach dem Duo. Der verlängerte Discobesuch sei mindestens Hausfriedensbruch, sagte ein Sprecher.

+++ 16.49 Uhr: Fünf Verletzte bei Amoklauf in mexikanischer Schule +++

Ein 15-jähriger Jugendlicher hat in einer Schule im mexikanischen Monterrey im Norden des Landes das Feuer eröffnet und drei Mitschüler sowie eine Lehrerin verletzt. Nach dem Angriff habe sich der Täter in den Kopf geschossen und schwer verletzt, sagte der Sicherheitssprecher des Bundesstaates Nuevo Leon, Aldo Fasci. Auch die 24-jährige Lehrerin und zwei Schüler hätten Kopfschüsse erlitten und schwebten in Lebensgefahr. Ein weiterer Schüler wurde am Arm verletzt. Offenbar habe der Angriff der Lehrerin gegolten, sagte Fasci. Der Täter sei wegen Depressionen in psychologischer Behandlung gewesen.

+++ 16.29 Uhr: EU-Vorsitz fordert weitere Flüchtlingsabkommen nach Türkei-Vorbild +++

Wegen der hohen Flüchtlingszahlen will die neue maltesische EU-Ratspräsidentschaft weitere Abkommen nach dem Vorbild der Türkei anstreben. Die Vereinbarung mit Ankara sei zwar "kein perfekter Deal und keine Langzeitlösung", habe aber im östlichen Mittelmeer vor Griechenland gewirkt, sagte Maltas Regierungschef Joseph Muscat am Mittwoch vor dem Europaparlament. Ähnliche Abkommen müssten nun auch mit Ländern auf der Route über das zentrale Mittelmeer nach Italien geschlossen werden. In dem Flüchtlingsabkommen vom März 2016 hatte die Türkei zugesagt, alle neu auf den griechischen Inseln ankommenden Flüchtlinge zurückzunehmen. Dies führte zu einem drastischen Rückgang der Ankunftszahlen in Griechenland. 

+++ 15.41 Uhr: Bayern will Gefährder mit elektronischen Fußfesseln überwachen +++

Extremisten und Gefährder sollen in Bayern bereits in Kürze mit elektronischen Fußfesseln überwacht werden können. Zudem sollen sie leichter als bisher vorbeugend in Gewahrsam genommen werden können. Das geht aus einem Beschlusspapier der CSU-Landtagsfraktion zur Sicherheitspolitik hervor, das am Mittwoch auf der Fraktionsklausur im oberfränkischen Kloster Banz verabschiedet wurde. Innenminister Joachim Herrmann (CSU) kündigte einen Gesetzentwurf bereits innerhalb der nächsten vier Wochen an. Konkret soll das bayerische Polizeiaufgabengesetz geändert werden.

+++ 15.15 Uhr: 16-Jähriger stößt Frau auf S-Bahn-Gleise +++

Ein 16-Jähriger hat in Hamburg eine 34-Jährige auf S-Bahn-Gleise gestoßen. Der Jugendliche soll laut Informationen Hamburger Lokalmedien in der Nacht zum Mittwoch in der Station Reeperbahn erst versucht haben, der Frau in die Handtasche zu greifen. Als sie es bemerkte und sich wehrte, stieß er sie so kräftig gegen den Oberkörper, dass sie rückwärts ins Gleisbett fiel. Sie zog sich dabei Platzwunden, Prellungen und wohl auch eine Gehirnerschütterung zu. Bilder einer Überwachungskameras halfen, den Tatverdächtigen zu identifizieren. Die Polizei startete eine Sofortfahndung und nahm den Jugendlichen in der Nähe der Station fest. Er soll den Behörden bereits unter anderem wegen Körperverletzung bekannt sein, keinen Aufenthaltsstatus in Deutschland haben und laut "Hamburger Abendblatt" wegen Aufenthaltsermittlung ausgeschrieben gewesen sein.

Gegen den mutmaßlichen Täter wurde nach Polizeiangaben Haftbefehl wegen räuberischen Diebstahls und gefährlicher Körperverletzung erlassen. Ermittlungen hätten ergeben, dass der 16-Jährige womöglich kurz vor der Tat an der Reeperbahn eine weitere Frau im Hauptbahnhof angegriffen hatte. Die Polizei suchte dafür Zeugen.

+++ 15.05 Uhr: Psychiater im NSU-Prozess: Zschäpe voll schuldfähig +++

Die Hauptangeklagte im NSU-Prozess, Beate Zschäpe, ist nach Einschätzung des psychiatrischen Gutachters Henning Saß voll schuldfähig. Es lägen keine Voraussetzungen für eine eingeschränkte Schuldfähigkeit vor, sagte Saß vor dem Oberlandesgericht München. Für den Fall einer Verurteilung im Sinne der Anklage sieht er außerdem die Voraussetzungen für eine Sicherungsverwahrung Zschäpes gegeben.

+++ 14.58 Uhr: Anschlag in Istanbul: Befehl soll aus IS-Hochburg gekommen sein +++

Der Hauptverdächtige beim Angriff auf den Istanbuler Club Reina in der Silvesternacht hat seine Befehle nach einem Bericht aus der syrischen Hochburg der Terrormiliz IS, Al Rakka, erhalten. Der mutmaßliche Attentäter habe sich im zentraltürkischen Konya aufgehalten, als er eine Anweisung aus Al Rakka bekommen habe, berichtete die Zeitung "Hürriyet" unter Berufung auf das Verhörprotokoll. Das eigentliche Ziel sei der Taksim-Platz im Zentrum Istanbuls gewesen, dort seien aber zu hohe Sicherheitsvorkehrungen getroffen gewesen, sagte der mutmaßliche Attentäter demnach. "Ein Anschlag schien nicht möglich zu sein." Als neues Ziel sei der Club Reina ausgewählt worden. Der Islamische Staat (IS) hatte den Anschlag für sich reklamiert.

Unklar war, unter welchen Umständen die Aussage zustande kam. Am Dienstag hatte die regierungsnahe Zeitung "Sabah" auf Twitter Fotos veröffentlicht, die Mascharipow bei seiner Festnahme Montagnacht im Istanbuler Stadtteil Esenyurt zeigen sollen. Darauf ist das Gesicht des Verdächtigen geschwollen und blutverschmiert. Heute veröffentlichten türkische Medien ein zweites Foto. Im Gesicht des mutmaßlichen Angreifers sind noch stärkere Verletzungen zu sehen. Auf der rechten Gesichtshälfte ist ein Bluterguss zu sehen und das Auge ist komplett zugeschwollen.

+++ 14.14 Uhr: Vorstand der Deutschen Bank streicht seinen Bonus für 2016 +++

Die Deutsche Bank hat harte Einschnitte bei den Bonuszahlungen für das Jahr 2016 beschlossen. Der Vorstand habe einstimmig entschieden, auf seine variable Vergütung zu verzichten, teilte das größte deutsche Kreditinstitut am Mittwoch in Frankfurt am Main mit. Zudem sollen weitere hochrangige Manager deutlich geringere Boni für das vergangene Jahr erhalten.

+++ 13.58 Uhr: Klage im Kopftuchstreit abgewiesen +++

Im Streit um das Tragen eines Kopftuches ist eine muslimische Lehrerin mit ihrer Klage auf Entschädigung gescheitert. Das Verwaltungsgericht Osnabrück wies die Klage der Frau am Mittwoch ab. Die Pädagogin hatte 2013 eine Einstellungszusage von der Landesschulbehörde bekommen, dass sie an einer Schule im Kreis Osnabrück arbeiten darf. Diese Zusage nahm die Behörde zurück, als bekannt wurde, dass die Frau mit Kopftuch unterrichten wollte. Weil sie sich deshalb religiös diskriminiert fühlte, hatte sie das Land auf Entschädigung und Schmerzensgeld verklagt.

Die Richter in Osnabrück erkannten jedoch keine Diskriminierung. Die Lehrerin sei nicht wegen ihrer Religion benachteiligt worden. Das Landesschulgesetz verbiete sämtliche religiöse und weltanschauliche Symbole in staatlichen Schulen - und zwar für alle Bewerber.

+++ 13.58 Uhr: Aufenthaltsort von drei Gefährdern ist unbekannt +++

Von den 547 bekannten islamistischen "Gefährdern" in Deutschland sind aktuell drei vom Radar der Behörden verschwunden. Das berichtete der SPD-Innenpolitiker Burkhard Lischka am Mittwoch am Rande einer Sitzung des Bundestags-Innenausschusses unter Berufung auf den Präsidenten des Bundeskriminalamtes, Holger Münch. Die Behörden gingen davon aus, dass sich derzeit etwa die Hälfte der als potenziell gefährlich identifizierten Islamisten im Ausland aufhalte. Der innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Stephan Mayer (CSU), sagte, 88 islamistische Gefährder säßen zur Zeit in Haft. Mehr als ein Drittel der bekannten "Gefährder" komme aus Nordrhein-Westfalen. Eine "deutlich zweistellige Zahl von ihnen" halte sich in Berlin auf. 

+++ 13.38 Uhr: Trump "mag das Twittern gar nicht" +++

Donald Trump ist nach eigenen Worten kein Fan der Kommunikation über Twitter. "Ich mag das Twittern gar nicht. Ich habe andere Dinge, die ich machen könnte", sagte er in einem Interview des Senders Fox News, das am Mittwochmorgen ausgestrahlt wurde. Die Kommunikation über den Dienst sei aber seine einzige Möglichkeit, der "unehrlichen" Presseberichterstattung über ihn etwas entgegenzusetzen. 

Trump gibt nur sehr selten Interviews. Sein Twitter-Account verschafft ihm ein Millionenpublikum. Für seine täglichen Tweets wird er kritisiert, weil er sie oft für harte Angriffe oder falsche Behauptungen nutzt. Kritischen Nachfragen, wie sie bei einer Pressekonferenz möglich wären, entzieht er sich damit.

+++ 13.33 Uhr: Irakische Armee verkündet "Befreiung" des gesamten Ostteils von Mossul +++

Drei Monate nach dem Beginn der Offensive auf Mossul haben die irakischen Regierungstruppen nach eigenen Angaben den gesamten Ostteil der Stadt von der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) zurückerobert. General Talib al-Scheghati, der die Eliteeinheiten der Anti-Terror-Truppe CTS kommandiert, verkündete am Mittwoch im nahegelegenen Bartalla die "Befreiung" der Stadtviertel am Ostufer des Tigris. Damit kontrolliert der IS jetzt nur noch den Westteil Mossuls. Die IS-Dschihadisten hatten 2014 weite Teile des Irak erobert. Im Juni 2014, kurz nach der Eroberung von Mossul durch den IS, hatte IS-Anführer Abu Bakr al-Bagdadi dort in einem seiner seltenen öffentlichen Auftritte das "Kalifat" des IS in Teilen des Irak und Syriens ausgerufen.

+++ 12.58 Uhr: Gauck ruft zur Verteidigung der Demokratie auf +++

Bundespräsident Joachim Gauck hat zum Ende seiner fünfjährigen Amtszeit die Verteidigung der Demokratie und eine stärkere Rolle Deutschlands in der Welt angemahnt. Angesichts von internationalen Krisen und wachsendem Populismus rief Gauck die Bürger am Mittwoch in einer Rede im Schloss Bellevue auf, "das beste, das demokratischste Deutschland, das wir jemals hatten" zu bewahren.

"Die liberale Demokratie und das politische und normative Projekt des Westens, sie stehen unter Beschuss", warnte der Bundespräsident. Zu den Herausforderungen zählten die schwindende Bindekraft der Europäischen Union und der bevorstehende EU-Austritt Großbritanniens, die Konflikte im Nahen Osten und in der Ukraine sowie die wachsende Bedrohung durch den "islamistischen Terror".

+++ 12.53 Uhr: Gleiche Uhrzeit, gleiche Stelle: Temposünder 27 Mal geblitzt +++

Ein Autofahrer ist 27 Mal geblitzt worden - immer von derselben Radarfalle in Leverkusen und zur gleichen Uhrzeit um 21.30 Uhr. Jedes Mal war der Mann mit abmontiertem Nummernschild und heruntergeklappter Sonnenblende unterwegs. Trotzdem hat die Polizei den 34-Jährigen in der vergangenen Woche geschnappt - die gleichbleibende Tatzeit hatte es den Ermittlern einfach gemacht. Einer Sachbearbeiterin der Bußgeldstelle sei aufgefallen, dass der Wagen ohne Nummernschilder mehrmals um 21.30 Uhr auf der Leverkusener Rhein-Brücke geblitzt wurde, sagte ein Sprecher der Stadt Köln. Zunächst waren 12 Geschwindigkeitsverstöße aufgefallen. Daraufhin hatte sich vor einer Woche eine Polizeistreife dort postiert und den Autofahrer prompt erwischt. Inzwischen habe die Sachbearbeiterin dem Mann 15 weitere Fotos aus der Radarfalle zuordnen können.

Neben einem möglichen Fahrverbot droht dem Mann nun eine Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr. Weshalb er immer wieder in die gleiche Radarfalle fuhr, blieb auch für die Beamten ein Rätsel.

+++ 12.33 Uhr: Kein Schmerzensgeld für Lebenserhaltung von todkrankem Vater +++

Für die lange künstliche Ernährung seines unheilbar kranken und dementen Vaters bekommt ein Sohn vom Arzt nachträglich keinen Schadenersatz. Das Landgericht München I wies die Klage des Mannes ab. Der Sohn hatte Schmerzensgeld und Behandlungskosten in Höhe von 150 000 Euro geltend gemacht: Die künstliche Ernährung habe das schwere Leiden nur verlängert.

Der Vater war von 2006 an über eine Magensonde ernährt worden.
Spätestens ein Jahr vor seinem Tod im Jahr 2011 sei das nicht mehr fachärztlich angemessen gewesen, argumentierte der Sohn. Das Gericht hatte aber bereits in der mündlichen Verhandlung das Versäumnis des Arztes lediglich darin gesehen, dass er nicht den Sohn und vor allem den Betreuer zum Beratungsgespräch über das weitere Vorgehen bei dem Patienten gebeten hatte. 

+++ 12.32 Uhr: Rentner tot in Tiefkühltruhe entdeckt - Tatverdächtiger gefasst +++

In einer Tiefkühltruhe haben Polizisten in Berlin die Leiche eines getöteten 90-Jährigen gefunden. Der Mann war laut Polizei wohl schon etwa zehn Jahre tot. Nach der Entdeckung am 9.
Januar in der Wohnung des Opfers im Stadtteil Prenzlauer Berg führten Ermittlungen auf die Spur eines 55-Jährigen, gegen den ein Richter am Mittwoch Haftbefehl erließ. Wie die Polizei mitteilte, wird der Mann des Raubmordes verdächtigt. Die Leiche soll nach einem Online-Bericht der Zeitungen "Bild" und "B.Z." zerstückelt gewesen sein. Dazu machte die Polizei zunächst keine Angaben.

+++ 12.13 Uhr: Bauernpräsident: Schweine sollen weiter ohne Betäubung kastriert werden +++

Die deutschen Landwirte halten vorerst an der Praxis fest, männliche Schweine ohne Betäubung zu kastrieren. Für eine Abkehr von diesem Eingriff müssten erst "praktikable Lösungen" gefunden werden, sagte der Deutsche Bauernpräsident Joachim Rukwied der "Heilbronner Stimme". "Neue Methoden werden mehr Aufwand und höhere Kosten verursachen, die kleinere Betriebe unter Umständen überfordern könnten."

Nach Angaben des Tierschutzbundes werden in Deutschland jährlich mehr als 20 Millionen männliche Ferkel ohne Betäubung kastriert, um das Entstehen des typischen Ebergeruchs zu verhindern. Das deutsche Tierschutzgesetz erlaubt diese Praxis noch bis 2019. Tierschutzverbände fordern, schon früher auf diesen schmerzhaften Eingriff zu verzichten.

+++ 10.53 Uhr: Minus 17 Grad im Sauerland +++

Mit Temperaturen von teilweise zweistelligen Minusgraden hat Nordrhein-Westfalen eine klirrend-kalte Nacht erlebt.
Den niedrigsten Wert für den Mittwochmorgen meldete der Deutsche Wetterdienst mit minus 17 Grad aus Eslohe im Sauerland. Auf dem Kahlen Asten wurden minus 10 Grad gemessen. Etwas kälter war es in Köln mit minus 11 Grad. Auch in der Eifel wurden Temperaturen von unter 10 Grad minus gemessen.

+++ 10.45 Uhr: Wieder schweres Erdbeben in Mittelitalien +++

Ein Erdbeben hat am Mittwoch erneut Mittelitalien erschüttert. Nach Angaben mehrerer Institute hatte das Beben eine Stärke von 5,4, sein Epizentrum lag in derselben Region, die bereits im vergangenen Jahr von mehreren tödlichen Beben erschüttert worden war. Die Erschütterungen waren demnach in den Abruzzen sowie in den Regionen Marken und Latium mit der Hauptstadt Rom zu spüren.

+++ 10.22 Uhr: Medienbericht: Regensburger Oberbürgermeister Wolbergs verhaftet +++

In der mutmaßlichen Affäre um Spenden von Bauunternehmern an seinen SPD-Ortsverein ist der Regensburger Oberbürgermeister Joachim Wolbergs nach Medieninformationen verhaftet worden. Die "Mittelbayerische Zeitung" berichtete am Mittwoch, neben Wolbergs seien auch ein Immobilienunternehmer und der technische Leiter der städtischen Wohnungsgesellschaft in Untersuchungshaft gekommen. Die Staatsanwaltschaft Regensburg bestätigte diese Informationen zunächst nicht, kündigte aber eine Pressemitteilung an.

Die Anklagebehörde ermittelt seit Monaten wegen Vorteilsnahme. Sie will klären, ob Wolbergs Geld dafür bekommen hat, bestimmte Betriebe als Gegenleistung für deren Zahlungen bei städtischen Bauprojekten zu bevorzugen. Drei Immobilienunternehmen hatten der örtlichen SPD seit 2013 zusammen mehr als eine halbe Million Euro gespendet.

+++ 10.10 Uhr: Özdemir und Göring-Eckardt führen Grüne in die Bundestagswahl +++

Die Grünen ziehen mit Cem Özdemir und Katrin Göring-Eckardt als Spitzenkandidaten in den Bundestags-Wahlkampf. Das entschieden die Parteimitglieder in einer Urwahl, deren Ergebnis die Partei am Mittwoch in Berlin bekanntgab.

+++ 7.35 Uhr: Polizei geht mit Razzia gegen Diebesbande in Dresden vor +++

In einem Großeinsatz ist die Bundespolizei am Mittwoch im Großraum Dresden gegen eine mutmaßliche internationale Diebesbande vorgegangen. Mehr als 30 Objekte wurden durchsucht. Die Bundespolizei war nach eigenen Angaben mit mehreren Hundertschaften im Einsatz und wurde dabei von Beamten der Zollfahndung und des sächsischen Landeskriminalamtes unterstützt. Insgesamt seien gut 600 Beamte an dem Einsatz beteiligt, sagte der Sprecher der Bundespolizeidirektion Pirna, Martin Ebermann.

Bei den Beschuldigten handele es sich vorwiegend um Osteuropäer, aber auch Asiaten und Deutsche seien unter den mutmaßlichen Tätern. "Es ist eine bunte internationale Mischung." Die Staatsanwaltschaft Dresden wirft den Beschuldigten banden- und gewerbsmäßigen Diebstahl und Hehlerei vor. Details zum Diebesgut wurden nicht mitgeteilt. Zehn Haftbefehle liegen vor, mindestens einer wurde vollgestreckt.

+++ 7.16 Uhr: US-Unternehmen warnen Trump vor Handelskrieg mit Peking +++

US-Unternehmen in China haben Donald Trump vor einem Handelskrieg mit Peking gewarnt, falls der designierte US-Präsident seine angedrohten Sanktionen tatsächlich umsetzen sollte. Die chinesische Regierung bereite Schritte vor, "um Vergeltung zu üben", sagte Lester Ross von der amerikanischen Handelskammer in Peking anlässlich der Präsentation einer Studie zur Stimmung von US-Unternehmen in China. Peking stünde "nicht ohne Arsenal" da, um auf Aktionen der USA zu reagieren. Trump, der am Freitag als US-Präsident vereidigt wird, hatte China im Wahlkampf und auch danach als "Währungsmanipulator" bezeichnet und einen hohen Strafzoll auf Einfuhren aus China angekündigt.

+++ 6.41 Uhr: Junge Männer nach tödlicher Prügelattacke auf 17-jährigen Niklas vor Gericht +++

Sechs Tage kämpfte der 17-jährige Niklas im Krankenhaus um sein Leben - doch am Ende erlag der Schüler den schweren Verletzungen, die er bei einer Prügelattacke am 7. Mai 2016 im Bonner Stadtteil Bad Godesberg erlitten hatte. Wegen des brutalen Angriffs müssen sich ab Freitag zwei junge Männer vor dem Bonner Landgericht verantworten. Dem zur Tatzeit 20-jährigen Hauptangeklagten Walid S. wird Körperverletzung mit Todesfolge vorgeworfen, seinem damals 21 Jahre alten Mitangeklagten Roman W. vorsätzliche Körperverletzung. Niklas' Tod löste bundesweit Entsetzen und Fassungslosigkeit aus. Die Gewalttat von Bad Godesberg war Mitauslöser einer Debatte über eine angeblich zunehmende Verrohung gerade junger Menschen. Im Strafprozess vor dem Landgericht wird diese gesellschaftliche Diskussion keine Rolle spielen - denn die Strafkammer hat lediglich zu klären, ob die mutmaßlichen Täter schuldig im Sinne der Anklage sind.

+++ 5.17 Uhr: Kerber müht sich gegen Witthöft in dritte Rund der Australian Open +++

Titelverteidigerin Angelique Kerber ist nach einem mühsamen Erfolg im deutschen Tennis-Duell mit Carina Witthöft in die dritte Runde der Australian Open eingezogen. Die Weltranglisten-Erste gewann an ihrem 29. Geburtstag am Mittwoch in Melbourne 6:2, 6:7 (3:7), 6:2 gegen die Hamburgerin und tat sich wie bei ihrem Erstrundensieg gegen die Ukrainerin Lessia Zurenko sehr schwer. Gegen Witthöft war es der dritte Erfolg im dritten Vergleich. In der Runde der letzten 32 trifft Kerber am Freitag entweder auf die an Nummer 27 gesetzte Rumänin Irina-Camelia Begu oder auf die Tschechin Kristyna Pliskova.

+++ 4.04 Uhr: Mit HIV angesteckt - Frau fordert 110.000 Euro Schmerzensgeld +++

Eine Frau fordert am Oberlandesgericht München 110.000 Euro Schmerzensgeld von dem Mann, der sie mit HIV angesteckt haben soll. Der Zivilprozess beginnt am Mittwoch. Das Landgericht hatte der Klägerin in vorheriger Instanz das Geld zugesprochen, der Mann wehrt sich gegen das Urteil. Das Gericht war davon überzeugt, dass die Frau sich "mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit" beim Sex mit dem Mann mit dem Virus angesteckt hat, das die Immunschwächekrankheit Aids auslösen kann. Vor Gericht soll am Mittwoch ein Sachverständiger zur Frage nach dem Ansteckungszeitpunkt gehört werden. Das Landgericht ging davon aus, der Mann habe zwar nicht sicher gewusst, dass er HIV positiv war, "aufgrund der Gesamtumstände sei ihm allerdings bekannt gewesen, dass für eine Infektion durchaus ein erhöhtes Risiko bestand".

+++ 1.38 Uhr: Gröhe: Cannabis auf Rezept verbessert Palliativversorgung +++

Von der Entscheidung des Bundestags zur Zulassung von Cannabis als Medizin auf Rezept erwartet Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) eine bessere Versorgung von schwerkranken Patienten. "Das ist ein weiterer Schritt zur Verbesserung der Palliativversorgung", sagte der Minister den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Schwerkranken Menschen müssten bestmöglich versorgt werden. Dazu gehöre, dass die Kosten für Cannabis als Medizin von den Krankenkassen übernommen würden, wenn Schwerkranken nicht anders geholfen werden könne. Der Minister kündigte an, dass die Abgabe von Cannabis wissenschaftlich begleitet wird, damit "der medizinische Nutzen genau erfasst" werde. Über den Gesetzesentwurf der großen Koalition soll der Bundestag am Donnerstag entscheiden. Der Gesetzesentwurf sieht vor, die Ausnahmegenehmigung durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte zu ersetzen. Künftig sollen die medizinischen Dienste der Krankenkassen die Prüfung übernehmen. Bislang können Patienten Cannabisblüten und -extrakte nur mit einer Ausnahmegenehmigung erhalten. Die geplante Änderung soll die Hürden für Cannabis als Medizin senken.

+++ 0.31 Uhr: Mutmaßliches Trump-Opfer verklagt künftigen US-Präsidenten wegen Verleumdung +++

Eine der Frauen, die Belästigungsvorwürfe gegen Donald Trump erhoben haben, hat den künftigen US-Präsidenten wegen Verleumdung verklagt. Zudem gehe Summer Zervos wegen Ausnutzung einer "emotionalen Notlage" gegen Trump vor, sagte ihre Anwältin, Gloria Allred, in Los Angeles, drei Tage vor der Amtseinführung des 45. US-Präsidenten. Summer Zervos sei Opfer "unerwünschter Annäherungen" Trumps geworden, sagte Allred bei der Pressekonferenz. Der Immobilienmilliardär habe später die Vorwürfe abgestritten und behauptet, er habe "Zervos niemals in sein Hotelzimmer eingeladen" und dass die "Vorfälle niemals stattgefunden" hätten. Trump habe seine Machtposition ausgenutzt, um "Zervos und andere Frauen zu verunglimpfen" und ihnen "vorsätzlich zu schaden".

fin/tim / DPA / AFP