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Fachkräftemangel in der Pflege: Statistiker erwarten dramatische Zunahme bis 2030

Die deutsche Gesellschaft wird immer älter, doch nur wenige Menschen wollen sich um die Pflegebedürftigen kümmern. Im Jahr 2025 könnten nach Rechnungen des Statistischen Bundesamtes runf 152.000 Beschäftigte in Pflegeberufen fehlen.

Die Alterung der Gesellschaft führt nach Modellrechnungen des Statistischen Bundesamtes zu einem dramatischen Mangel an Pflegekräften. Im Jahr 2025 würden rund 152.000 Beschäftigte in Pflegeberufen fehlen, um die dann zu erwartende Zahl an Krankenhauspatienten und Pflegebedürftigen versorgen zu können, teilte die Behörde am Montag in Wiesbaden mit. Umgerechnet auf die volle tarifliche Arbeitszeit entspreche dies etwa 112.000 Vollzeitkräften in der Pflege. Ingesamt würden den Modellrechnungen zufolge dann 940.000 Pflegevollkräfte benötigt.

Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler will am Dienstag mit Verbandsvertretern in Berlin bei einem Pflegegipfel über Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel sprechen. Der FDP-Politiker hatte angekündigt, die Suche nach Lösungen dieses Problems an den Anfang der Beratungen über eine Reform der Pflegeversicherung zu stellen. Den Umbau dieses Sozialversicherungszweigs hat Rösler zu seinem Kernprojekt für das kommende Jahr erhoben. Dabei soll auch die Finanzierung der Pflege neu geordnet werden.

Reuters/DPA / DPA / Reuters