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Fährunglück vor Sansibar Hunderte Opfer befürchtet


Eine Fähre mit rund 600 Menschen an Bord ist vor der Küste Sansibars gesunken. Bisher konnten etwa 250 Überlebende geborgen werden. Doch die Rettungsaktion stockt, den Helfern fehlt es an Ausrüstung.

Vor der Küste der Urlaubsinsel Sansibar ist eine Fähre mit rund 600 Menschen an Bord gesunken. Man habe 43 Leichen geborgen, teilte Mohammed Aboud, Minister für Notfälle des halbautonomen Archipels, am Samstag dem britischen Nachrichtensender BBC mit. Bislang seien 259 Insassen gerettet worden, darunter 60 Kinder. Joseph Kimaryo vom tansanischen Roten Kreuz bestätigte dagegen nur die Rettung von 120 Passagieren.

Das Auswärtige Amt in Berlin hat "nach bisherigen Erkenntnissen" keine Hinweise auf deutsche Opfer bei dem Fährunglück. "Die deutsche Botschaft in Daressalam ist mit Hochdruck um Aufklärung bemüht", teilte das Außenministerium mit.

Die Bergungsarbeiten sind zurzeit noch immer im Gang, sollen aber ins Stocken geraten sein, da den Rettern die notwendige Ausrüstung fehle. Marine und Polizei entsandten Rettungskräfte zu dem Unglücksort.

Überfüllt und starker Strömung ausgesetzt

Die Fähre in der Nacht auf der Strecke zwischen Sansibars Hauptinsel Unguja zur Nachbarinsel Pemba im Indischen Ozean verunglückt. Ein Überlebender sagte, die Fähre sei völlig überfüllt gewesen und in einer Gegend mit starken Strömungen untergegangen.

Der halbautonome Teilstaat Sansibar liegt im Indischen Ozean und gehört zu Tansania. Mit einer Fläche von 1660 Quadratkilometern ist die Insel annähernd doppelt so groß wie Berlin und hat rund 460 000 Einwohner. Zehntausenden Deutschen dient Sansibar als jährliches Urlaubsziel.

be/DPA/AFP DPA

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