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Feiertagskombi in den USA: Happy "Thanksgivhukkah"!

Eine Parodie nimmt mit schwarzem Humor Thanksgiving und Hanukkah auf die Schippe. Beide Feiertage fallen heute in den USA zufällig auf denselben Tag, der als "Thanksgivhukkah" Begeisterung auslöst.

Von Dominik Brück

Vorsicht: Dieses Video ist weit davon entfernt, politisch korrekt zu sein! Der Inhalt wird bereits nach einer Minute zusammengefasst: "Eine Geschichte voller Stereotypen, die komplett außer Kontrolle geraten." Doch worum geht es in dem Youtube-Clip? Das vier Minuten lange Video parodiert die Kombination von Thanksgiving - dem amerikanischsten aller Feiertage in den USA - und dem acht Tage andauernden jüdischen Lichterfest Hanukkah. Der Clou: In diesem Jahr fallen tatsächlich beide Feste auf den 28. November - ein Ereignis, dass erst wieder in rund 79.000 Jahren erwartet wird.

"Thanksgivehukkah" - Der Film

Die Amerikaner haben der Kombination beider Feiertage bereits einen eigenen Namen gegeben: "Thanksgivhukkah". Die Verbindung der Feste nimmt der israelische Comedian Yisrael Campbell in dem Video "Thanksgivhukkah - The Movie" aufs Korn. Dabei lässt der Schauspieler, der auch die Hauptrolle des jüdischen Vaters spielt, keine Klischees oder Vorurteile aus.

Der Film beginnt harmlos. Die typische amerikanische Familie Sullivan - Vater, Mutter, zwei Kinder - bereitet sich auf das Thanksgiving-Essen vor. Ein riesiger Truthahn steht inmitten eines festlich gedeckten Tisches. Was dann passiert, wird im Format eines schlechten Horrorfilms erzählt: Als das Festessen beginnt, springt die Haustür auf und die Familie Rosenbloom in orthodoxer jüdischer Kleidung betritt das Haus mit den Worten "Happy Hanukkah". Was folgt, ist eine acht Tage andauernde Thanksgiving-Hölle - Truthahnessen, Footballspiele und Hanukkah-Tradionen ohne Ende. "Wir wollten die typische Thanksgiving-Familie gegen die Traditionen der jüdischen Familie ausspielen. Es war aber nicht unsere Absicht, jemanden zu beleidigen, sondern nur etwas Spaß zu haben", sagt der amerikanische Autor Gary Rudoren, der zusammen mit Campbell und M. Daniel Smith das Skript des Videos geschrieben hat, gegenüber der "Jerusalem Post".

Herausgekommen sind zahlreiche Anspielungen auf Hollywoodfilme, etwa der Satz "Ich kann jüdische Menschen sehen" - in Anlehnung an die Phrase "Ich kann tote Menschen sehen" des Films "The Sixt Sense". Auch unterschiedliche Klischees und Vorurteile werden in dem Video aufgegriffen: Zum Beispiel, wenn Mrs. Roosenbloom eine Truthahnkeule in ihrer Handtasche verschwinden lässt. "Wir wollten nicht ganz politisch Korrekt sein", sagt Rudoren.

"Thanksgivhukkah" - Das Fest

Die Parodie greift eine Marketingkampagne auf, die in den USA von findigen Geschäftsleuten entwickelt wurde. Zum ersten Mal seit 1888 fallen Thanksgiving, das immer am vierten Donnerstag des Novembers stattfindet, und Hanukkah, das aufgrund des jüdischen Kalenders wechselnde Termine hat, an einem Tag zusammen. Eine Marketingstrategin hat daher die Bezeichnung "Thanksgivhukkah" entwickelt, um Produkte, wie beispielsweise den tradtionellen jüdischen Kerzenhalter - die Menora - in Truthahnform zu verkaufen. Die Kombination der beiden Feiertage erfreut sich in Amerika so großer Beliebtheit, dass der Bürgermeister von Boston sogar angekündigt hat, den 28. November zum "Thanksgivhukkah-Day" zu erklären.

Restaurants in den Vereinigten Staaten bieten spezielle "Thanksgivhukkah"-Menüs an und auch im Internet kursieren zahlreiche Rezepte, die typische Thanksgiving-Gerichte, wie den Truthahn oder Kürbiskuchen, mit der jüdischen Küche kombinieren. Die Verbindung der Gerichte macht Sinn: Sowohl Thanksgiving, als auch Hanukkah, werden traditionell mit üppigen Festmahlen im Kreise der Familie begangen. Ansonsten gehen die Feste auf unterschiedliche Traditionen zurück: Thanksgiving feiert die erste erfolgreiche Ernte der sogenannten Pilgerväter, die 1620 vor religiöser Unterdrückung von England nach Amerika flohen. Viele Amerikaner sehen die Pilgerväter als den Ursprung der Besiedlung Amerikas durch Europäer an, obwohl diese schon viel früher begonnen hatte.

Mit Hanukkah hingegen wird der Wiedereröffnung des zweiten jüdischen Tempels in Jerusalem im Jahr 164 vor Christus gedacht. Nach einem militärischen Konflikt war jedoch nur genügend geweihtes Öl verblieben, um den heiligen Leuchter im Tempel für einen Tag brennen zu lassen. Der Hanukkah-Geschichte zufolge reichte das Öl für den Leuchter, der niemals ausgehen durfte, jedoch ganze acht Tage - genug Zeit, um neues Öl herzustellen.

Auch wenn der Ursprung beider Traditionen keine Gemeinsamkeiten aufweist, sind die Amerikaner im "Thanksgivhukkah"-Fieber und werden mit ihren Familien wie jedes Jahr schlemmen was das Zeug hält. Das freut nicht nur die Lebensmittelindustrie. Viele "Thanksgivhukkah"-Produkte sind im Internet bereits ausverkauft. Die Schöpfer von "Thanksgivhukkah - The Movie" dürften sich auch über die Festtagskombination freuen. Die Filmemacher haben bereits angekündigt auf Grundlage des Videos weitere Feiertage verbinden und parodieren zu wollen, wenn der Film auf Youtube genügend Klicks erhält. Bisher wurde der Clip knapp 65.000 Mal aufgerufen - bald könnte man also mehr von den Sullivans und Rosenblooms sehen.

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.