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"Respekt? Ja-Bitte!": Feuerwehrleute prangern mit eindringlichem Video Angriffe auf Einsatzkräfte an

Die Angriffe auf Rettungskräfte im Einsatz häufen sich – seien sie tätlicher oder verbaler Natur. Die Deutsche Feuerwehr-Gewerkschaft reagiert darauf mit einer Videokampagne und fordert mehr Respekt.

Feuerwehrmänner

Screenshot aus dem Kurzfilm "Respekt? Ja-Bitte" der Deutschen Feuerwehr-Gewerkschaft

In den vergangenen Wochen häuften sich die Meldungen über Gewalt gegen Rettungskräfte – sie werden im Einsatz behindert, beschimpft oder sogar tätlich angegangen. Besonders zu Silvester und Neujahr kam es zu mehreren Zwischenfällen. Wer sich mit Feuerwehrleuten unterhält, merkt jedoch schnell, dass dieses Phänomen keineswegs neuartig ist. Beleidigungen und tätliche Angriffe gehören für die meisten zum traurigen Alltag.

Die Einsatzkräfte wollen diesen Zustand aber nicht mehr länger tolerieren. Nachdem vor einigen Wochen bereits die Freiwillige Feuerwehr Osnabrück in einem Video Behinderungen durch Gaffer und Selfie-Süchtige angeprangert hatte, will nun auch die Landesgruppe Bayern der Deutschen Feuerwehr-Gewerkschaft die Missstände öffentlichkeitswirksam anprangern. Dafür haben die Feuerwehrleute einen Kurzfilm mit dem Titel "Respekt? Ja-Bitte!" gedreht, in dem sie von ihren Erfahrungen berichten.


Gewerkschaft fordert mehr Respekt für Feuerwehr

"Wir wurden einfach gewürgt und von hinten zu Boden gerissen", schildert ein Feuerwehrmann einen Angriff. "Natürlich möchte man unbeschadet rauskommen, gerade wenn man es freiwillig macht", sagt eine ehrenamtliche Feuerwehrfrau. Besonders Betrunkene seien gefährlich. Die Botschaft des Films, in dem auch Bayerns Innenminister Joachim Herrmann auftritt: Zeigt mehr Respekt gegenüber Einsatzkräften – denn sie riskieren ihre eigene Sicherheit, um euch zu retten!

"Wir haben leider keine aktuellen belastbaren Zahlen, aber eine Studie im Jahr 2014 hat gezeigt, dass in München jeder Feuerwehrmann rund zweimal im Jahr Opfer derartiger Übergriffe wird", sagt Siegfried Maier, bayerischer Landesgruppenvorsitzender der DFeuG. "Es wird immer schlimmer", sagte Maier laut "Oberbayrischem Volksblatt" bei der Vorstellung der Kampagne. Der Film läuft nun im Vorprogramm einiger Kinos in Bayern und soll so mehr Verständnis für die Arbeit der Rettungskräfte schaffen.

Im vergangenen Jahr waren die Gesetze zu Angriffen auf Rettungskräfte verschärft worden. Unter anderem wurde der neue Straftatbestand "Tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte" (§114 StGB) geschaffen, der auch Haftstrafen ermöglicht. Dies müsse aber härter durchgesetzt werden, fordert die Deutsche Feuerwehr-Gewerkschaft.

Drastisches Video: Feuerwehr dreht Clip gegen Gaffer - und landet Internet-Hit
epp
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?