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Lebensgefährtin erzählt Die letzten Tage im Leben von Ben Wettervogel


Egal ob er Sturm, Regen oder Sonne ankündigte: Ben Wettervogel wirkte bei seinen Vorhersagen immer gut gelaunt. Doch in Wahrheit soll der TV-Moderator tief unglücklich gewesen sein.

Er war der stets gut gelaunte Wetteronkel beim ZDF: Ben Wettervogel strahlte bei seinen Vorhersagen, wirkte aufgeräumt und zufrieden. Doch in Wahrheit soll der TV-Moderator, der tot in seiner Wohnung gefunden wurde, dem Alkohol verfallen und tieftraurig gewesen sein.

Wie seine Lebensgefährtin in der "Bild"-Zeitung erzählt, soll der Diplom-Meteorologe im Sommer 2014 "eine Kur" gemacht, danach jedoch weitergetrunken haben. Auch bei der Arbeit. Dies soll auch der Grund für seine "Freistellung" gewesen sein.

Seine Abende soll der Moderator dann in einer Kneipe in der Nähe seiner Wohnung verbracht haben. Der Stammwirt zu "Bild": "Einmal kam er niedergeschlagen in die Kneipe und fragte, ob ihm jemand eine Knarre besorgen könne. 'Ist doch alles Scheiße', sagte er. Wir dachten, er hätte einen schlechten Tage gehabt."

Auch soll er nach der Kündigung angefangen haben, seinen Hausrat zu verschenken. Einer seiner Skat-Kumpel berichtet, dass er ihnen Töpfe, Uhren und sogar Schuhe gegeben habe.

Eine SMS war das letzte Lebenszeichen

Einer dieser Skat-Kumpels war es demnach auch, der später die Polizei alarmierte. Als die Rettungskräfte kurz vor 15 Uhr die Wohnungstür aufbrachen und in das Appartment gingen, soll Ben Wettervogel bereits tot gewesen sein. Laut "Bild"-Informationen hatte er sich erschossen.

Am Sonnabend vor dem Selbstmord sei Wettervogel mit seiner Freundin noch auf einer Party gewesen. Sonntag früh schickte er ihr eine SMS: "Danke für den Abend. Ich melde mich bei dir." Es war das letzte Lebenszeichen von ihm.

ZDF-"Morgenmagazin erinnert an Wettervogel

Das Team des ZDF-"Morgenmagazins" hat in der Sendung am Mittwoch an seinen gestorbenen früheren Kollegen erinnert. "Du warst das beste Rezept gegen Frost und Kälte am Morgen", hieß es in einem Beitrag. Der Film bestand aus vielen zusammengeschnittenen Szenen, die Wettervogel bei der Moderation zeigten. "Du warst launig und herzlich - und ein toller Kollege", hieß es weiter. In dem Film ist er zum Beispiel auf einer Rutsche, im Sturm und vor der Wetterkarte zu sehen. Am Ende des Beitrags wurde eingeblendet: "Danke für alles! Deine Kolleginnen und Kollegen."

Sie haben suizidale Gedanken? Hilfe bietet die Telefonseelsorge. Sie ist anonym, kostenlos und rund um die Uhr unter 0 800 / 111 0 111 und 0 800 / 111 0 222 erreichbar. Auch eine Beratung über E-Mail ist möglich. Eine Liste mit bundesweiten Hilfsstellen findet sich auf der Seite der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention.

Jessica Kröll

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