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Auto-Crash: Flüchtlinge retten NPD-Politiker nach schwerem Unfall

Stefan Jagsch ist ein NPD-Politiker der hessischen NPD. Im Kommunalwahlkampf hetzte er gegen Flüchtlinge. Jetzt retteten ihn zwei Syrer nach einem schweren Autounfall.

Ein NPD-Wahlplakat in Büdingen

Die NPD in Büdingen holte bei der Kommunalwahl zehn Prozent der Stimmen

Ein mit seinem Auto verunglückter Politiker der rechtsextremen NPD ist bei Büdingen im Wetteraukreis in Hessen von zwei syrischen Flüchtlingen aus dem Wrack gezogen worden. Die beiden Retter des hessischen NPD-Politikers Stefan Jagsch hätten zu einer Gruppe Asylsuchender gehört, die zufällig in zwei Bussen am Unfallort vorbeifuhren, sagte am Dienstag ein Sprecher der Freiwilligen Feuerwehr Büdingen und bestätigte damit einen Bericht der "Frankfurter Rundschau".

NPD holte über zehn Prozent in Büdingen

Eine Polizeisprecherin in Friedberg sagte, der Autofahrer sei Mittwoch vergangener Woche auf einer Bundesstraße gegen einen Baum gefahren und schwer verletzt worden. Zeugen hätten der Polizei von zwei Syrern berichtet, die Erste Hilfe geleistet hätten. Als die Beamten an der Unfallstelle eintrafen, waren die Ersthelfer aber nicht mehr vor Ort. In Büdingen gibt es eine Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge. Bei der Kommunalwahl am 6. März hatte die NPD in der Stadt 10,2 Prozent der Stimmen geholt.

NPD: Humane Leistung

Mittlerweile gibt es auch eine Reaktion der NPD. Laut Frankfurter Rundschau sagte der Landesvorsitzende Jean Christoph Fiedler, die Hilfe der Flüchtlinge sei "wohl eine sehr gute, humane Leistung" gewesen. Jagsch liege weiter im Krankenhaus und es gehe ihm "den Umständen entsprechend".

tis / DPA
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