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Bizarres Bild an Griechenlands Küste: Luxusyacht kreuzt Flüchtlingsboot vor Insel Kos

Vor der Ägäis-Insel Kos treffen zwei Welten aufeinander. Verzweifelt paddeln Flüchtlinge in einem kleinen Schlauchboot an einer riesigen Yacht vorbei, um auf die griechische Urlaubsinsel zu gelangen. 

Vor der griechischen Insel Kos treffen Flüchtlinge in einem kleinen Schlauchboot auf eine große Luxusyacht.

Ein Flüchtlingsboot trifft vor der Insel Kos auf eine große Luxusyacht

Vor der griechischen Küste versuchen Flüchtlinge aus dem Iran in einem überfüllten Schlauchboot an das rettende Ufer der Urlaubsinsel Kos zu gelangen - dabei kreuzt eine Luxusyacht ihren Weg. Immer häufiger kommt es vor Kos zu Begegnungen dieser besonderen Art zwischen sich erholenden Urlaubern und verzweifelten Flüchtlingen.


Viele der Fliehenden starten von der Türkei aus in kleinen Schlauchbooten, um auf die bereits völlig überfüllte Kos zu gelangen. Nur vier Kilometer trennen die beiden Küsten voneinander, und so scheint es für viele Flüchtlinge der einfachste Weg in die rettende EU zu sein. Die Gefahren werden meist unterschätzt. 

Fährschiff für Syrer erste Anlaufstelle

Seit Sonntag sorgt eine ausgemusterte Fähre für Entlastung auf der Insel. Im Hafen werden alle Ankömmlinge von Beamten auf der "Eleftherios Venizelos" registriert. Für Flüchtlinge aus Syrien ist die Fähre die erste Anlaufstelle. Iraker, Pakistaner und Afghanen hingegen werden von den Griechen als Einwanderer eingestuft und müssen deshalb vor der Polizeiwache in einer Schlange ausharren. Alles andere als leicht an oft heißen Tagen. Aus diesem Grund kam es in den letzten Tagen zu Unruhen und Prügeleien bei der Registrierung der Menschen.

Die Menschen in den Urlaubsbooten lassen es sich derweil gut gehen. Sie befahren dasselbe Meer und befinden sich doch in verschiedenen Welten.

hev
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