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Fotoprojekt mit Krebspatienten: Sorgenfrei für eine Sekunde

Die Krebsstiftung Mimi Foundation hat 20 Patienten zu einem Experiment eingeladen, aus dem ein Fotoband wurde. Mit Bildern zum Lachen. Nun zeigt ein Video, wie es entstand.

Von Susanne Baller

Weißt du, was ich am meisten vermisse? Einmal sorglos zu sein." Dieser Satz inspirierte die Krebsstiftung Mimi Foundation zu einem Projekt mit dem Titel "If only for a second" (Wenn auch nur für eine Sekunde). Gemeinsam mit der französischen Filiale der Werbeagentur Leo Burnett startete sie eine Initiative zu einem Fotoband: 20 Krebspatienten und -patientinnen wurden in ein Studio zu einem Verkleidungsexperiment eingeladen. Mit Make-up und einer Perücke sollten sie ein ganz neues Äußeres bekommen.

Während der "Umgestaltung" mussten die Teilnehmer ihre Augen geschlossen halten, bis die Arbeit der Maskenbildner erledigt war. Dann durften sie in einen Spiegel schauen, hinter dem ein Fotograf bereitstand, die erste Reaktion einzufangen. Da nicht etwa versucht worden ist, die Patienten so zurechtzumachen, wie sie früher einmal ausgesehen haben, sondern vielmehr, ihnen einen ganz neuen, ziemlich schrägen Look zu geben, war die Aktion ein voller Erfolg. Statt trauriger, ernster oder wehmütiger Gesichter war plötzlich die gesamte Palette an Emotionen von Lachen bis Entsetzen zu sehen - auf jeden Fall Überraschung.

Der zweite Teil des Projekts bestand darin, die Fotografien abgehängt auszustellen und die Familien der Models einzuladen. Ein Bild nach dem anderen wurde enthüllt - und löste bei den Anwesenden echte Begeisterung aus: Bereits nach wenigen Sekunden waren nur noch lächelnde Gesichter zu sehen. Die Idee war ein voller Erfolg: Für einen Moment waren alle Sorgen und aller Schmerz vergessen.

Nun hat die Mimi Foundation das Video, das die Arbeit des Maskenbildner-Teams dokumentiert, herausgegeben. Es rührt zu Tränen.

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