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Ärger in Frankfurt: Feuerwehr kommentiert Sex-Notfall mit spöttischer Bemerkung

Großer Ärger für die Feuerwehr in Frankfurt: Ein Mitarbeiter der Leitstelle macht auf einem Alarmfax eine abfällige Bemerkung zu einem Sex-Unfall. Das Dokument landet im Internet - und bringt die Feuerwehr in Erklärungsnot.

Die Feuerwehr in Frankfurt steht wegen einer abfälligen Bemerkung auf einem Notruf-Fax in der Kritik

Die Feuerwehr in Frankfurt steht wegen einer abfälligen Bemerkung auf einem Notruf-Fax in der Kritik (Archivbild)

Ein Unfall beim Sex? Dieser Umstand wird nicht selten belächelt, dabei kann es beim Liebesakt durchaus zu ernsthaften Verletzungen kommen, die sofort behandelt werden müssen. Vor Notfallhelfern, die schon so ziemlich alles gesehen haben, sollte einem doch nichts peinlich sein. Sollte man meinen - ein Fall aus Frankfurt, der aktuell Schlagzeilen macht, belegt das Gegenteil. 

Wie die "Frankfurter Rundschau" berichtet, hat sich die Feuerwehr in der hessischen Großstadt einen Fauxpas geleistet, der jeden Anstand vermissen lässt. Grund ist ein internes Alarmschreiben, das von einer unbekannten Person ins Internet gestellt wurde und sich derzeit auf Twitter verbreitet. Es handelt sich um ein Dokument, mit dem die Mitarbeiter des Rettungsdienstes über ihren nächsten Einsatz informiert werden.

Darin heißt es: "Im 1. OG Patientin nach Geschlechtsverkehr nun bewusstlos (Respekt), braucht nun einen Rettungswagen."

"So etwas ist rufschädigend für die Feuerwehr"

Die Bemerkung "Respekt" wurde von einem Mitarbeiter in der Leitstelle hinzugefügt, offenbar wollte er seine Kollegen damit belustigen. Die Feuerwehr ist nun in Erklärungsnot. Die Bemerkung "Respekt" sei "völlig inakzeptabel", sagt Feuerwehr-Sprecher Andreas Mohn zur "FR". Der Mitarbeiter der Leitstelle, der diesen Kommentar verfasst habe, sei scharf gerügt worden. "So etwas ist rufschädigend für die Feuerwehr", so der Sprecher. 

Das Bild sei bereits vergangenes Jahr im Internet aufgetaucht, heißt es in dem Bericht. Doch erst jetzt fand es seinen Weg in die Öffentlichkeit - eine Frankfurter Politikerin macht die Zeitung darauf aufmerksam.

Den Angaben zufolge beschäftigen sich nun auch Polizei und Staatsanwaltschaft mit dem Fall. Die Person, die das Bild ins Internet gestellt hat, habe sich damit eventuell strafbar gemacht. Derzeit laufe ein Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt wegen des Verrats von Dienstgeheimnissen, sagte der Feuerwehr-Sprecher.

kis