Frauenkirche Wiederaufbau ist vollendet


Ende Oktober war es soweit - das Wahrzeichen von Dresden, die Frauenkirche, erstrahlt 60 Jahre nach ihrer Zerstörung in neuem Glanz.

Das aus Trümmern neu errichtete Gotteshaus wurde am 30. Oktober im Beisein von zahlreichen Ehrengästen aus aller Welt feierlich geweiht. Der sächsische Landesbischof Jochen Bohl stellte das spätbarocke Bauwerk damit in den Dienst der evangelischen Kirche. An dem Gottesdienst nahmen rund 1700 Gäste teil. Auf dem Platz vor der Frauenkirche verfolgten Zehntausende die Live-Übertragung bei strahlendem Sonnenschein auf großen Leinwänden.

An der Zeremonie nahmen neben Bundespräsident Horst Köhler auch der amtierende Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD), seine designierte Nachfolgerin Angela Merkel (CDU) und die Botschafter der Siegermächte des Zweiten Weltkrieges teil. Das englische Königshaus war durch den Herzog von Kent vertreten. Auf dem Platz vor dem Bauwerk waren nach ersten Schätzungen rund 60 000 Menschen dabei. Das Ereignis wurde zudem live im Fernsehen übertragen.

Die zwischen 1726 und 1743 erbaute Frauenkirche war nach Bombenangriffen britischer und amerikanischer Flugzeuge im Februar 1945 eingestürzt. Mit der Wende in der DDR kehrte die Hoffnung der Dresdner auf einen Wiederaufbau zurück. Nachdem ein Jahr lang die Trümmer aus der Ruine geräumt wurden, begann 1994 der Wiederaufbau, der zu Zweidrittel aus Spendengeldern finanziert wurde.


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