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Ohlsdorf: Zum Schutz der Umwelt: Hamburger Friedhof möchte LED-Grablichter verbannen

Der Hamburger Friedhof Ohlsdorf fordert seine Besucher zu einer veränderten Form des Totengedenkens auf. Trauernde sollen aus Liebe zur Umwelt auf bestimmte Lichter verzichten.

Verschiedene Kerzen erhellen die Dunkelheit

Grablichter auf einem Friedhof (Symbolfoto)

Die Verwaltung des Hamburger Friedhofs Ohlsdorf ruft seine Besucher dazu auf, umweltfreundlich der Toten zu gedenken. Die Verwaltung des nach eigenen Angaben größten Parkfriedhofs der Welt erinnerte daran, dass Grablichter wieder mitgenommen werden müssen. Die Bestattungsverordnung verbiete die Verwendung von nicht kompostierbaren Materialien als Grabschmuck. Bereits jetzt stünden rund 10.000 Lichter an den Gräbern, alle mit einem Plastikbecher. In der Stadt leuchteten derzeit etwa 25 000 Grablichter, schätzten die Friedhofsgärtner. 

Es sei kein Problem, wenn die Grablichter erst nach ein paar Tagen wieder abgeholt werden, sagte Lutz Rehkopf, ein Sprecher der Hamburger Friedhöfe, in einer Pressemitteilung, die an mehrere Hamburger Zeitungen verschickt wurde.

LED-Grablichter zählen als Elektroschrott

Als besonders störend empfinden die Friedhofsgärtner aber LED-Grablichter, wie sie oft in Discountern angeboten werden. 

Diese müssen von den Gärtnern nicht nur eingesammelt werden, sondern zusätzlich auch als Elektroschrott entsorgt werden. "Plastik und Batteriechemikalien verunreinigen unsere Umwelt, insbesondere den Grünkompost. Dieser kann dann nicht mehr als Dünger eingesetzt werden", erklärte der Sprecher der Friedhofsverwaltung. Schätzungsweise ein Viertel aller Lichter in Ohlsdorf seien mittlerweile batteriebetrieben.

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ky / mt Material der dpa
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