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Neuer Gesetzentwurf: Härte gegen Gaffer: Fotografieren von toten Unfallopfern soll strafbar werden

Schaulustige machten zuletzt immer häufiger Fotos von toten Unfallopfern und teilten sie in sozialen Netzwerken. Die Bundesländer wollen dies zukünftig bestrafen. 

Behörden bezeichnen Schaulustige als wachsendes Problem. Die Polizei in Bayern ging jetzt gegen Gaffer vor (Symbolbild)

Behörden bezeichnen Schaulustige bei Unfällen als wachsendes Problem. Die Polizei in Bayern ging jetzt gegen Gaffer vor (Symbolbild)

Nach dem Willen des Bundesrats sollen bei Unfällen künftig auch dann bestraft werden, wenn sie bei Unfällen Fotos von Todesopfern machen. Einen entsprechenden Gesetzentwurf beschloss die Länderkammer.

Mit zunehmendem technischem Fortschritt komme es immer häufiger dazu, dass Schaulustige bei Unfällen Bildaufnahmen machten und sie über soziale Netzwerke verbreiteten. Das ist nicht nur verstörend für Unbeteiligte, die so etwas zu sehen bekommen, sondern erst recht traumatisierend für Angehörige der Opfer.

Die bestehenden Gesetze schützen aber nur lebende Menschen. Deshalb solle das Strafgesetz zur Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen entsprechend ergänzt werden, fordern die Politiker. Die Strafe soll bei bis zu zwei Jahren liegen.

AFP
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