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Gasexplosion bei San Francisco Zahl der Todesopfer steigt auf sieben


Die Stadt gleicht einem Schlachtfeld und die Zahl der Opfer steigt: Nach dem verheerenden Grossbrand in der Nähe von San Francisco, haben Suchmannschaften drei weitere Leichen gefunden. Die Zahl der Toten erhöht sich damit auf sieben. Sechs Menschen werden noch vermisst.

Nach der schweren Gasexplosion in einer Vorstadt von San Francisco hat sich die Zahl der Toten auf sieben erhöht. Sechs Menschen würden noch vermisst, sagte Polizeichef Neil Telford am Samstag (Ortszeit). Die Ursache für die gewaltige Explosion, die Dutzende Häuser des in der Nähe des Flughafens gelegenen Orts San Bruno zerstörte, war zunächst weiter unklar.

Zwei Tage nach der Explosion einer Gasleitung und den anschließenden Bränden spürten Rettungsmannschaften mit Suchhunden am Samstag drei weitere Leichen in den Trümmern auf, wie Polizeichef Telford mitteilte. 52 Menschen erlitten demnach Verletzungen, drei von ihnen wurden mit Verbrennungen dritten Grades behandelt. Insgesamt wurden in dem Ort südlich von San Francisco 37 Häuser vollkommen zerstört und acht weitere schwer beschädigt. Von den Opfern konnten Gerichtsmediziner zunächst nur drei identifizieren - bei ihnen handelt es sich um eine 44-jährige Frau und ihre 13-jährige Tochter sowie um eine weitere, 20 Jahre alte Frau.

Stadtviertel gleicht Kriegsgebiet

Anwohner verglichen ihr Stadtviertel mit einem "Kriegsgebiet". Die Gasleitung war mit einem riesigen Feuerball explodiert, ein ganzes Wohngebiet geriet in Brand. Die Feuerwehr brauchte Stunden, um die Flammen unter Kontrolle zu bekommen. Der Vize-Gouverneur von Kalifornien, Abel Maldonado, zeigte sich entsetzt über das Ausmaß der Verwüstungen: "Mitten auf der Straße ist eine Gasleitung von 76 Zentimetern Durchmesser explodiert. Überall sind Trümmer." Für das Gebiet um San Bruno galt der Notstand.

Die Unglücksursache war am Wochenende weiter unklar. Mehrere Bewohner berichteten, sie hätten den Energieversorger Pacific Gas & Electric (PG&E) vor einigen Wochen über starken Gasgeruch in dem Viertel informiert. Techniker hätten nach der Ursache gesucht, seien aber unverrichteter Dinge nach kurzer Zeit wieder abgezogen.

PG&E-Chef Chris Johns sagte dazu am Samstag, sein Unternehmen gehe derzeit alle Telefon-Protokolle durch. Bisher könne er derlei Warnanrufe aber nicht bestätigen. Der Konzern kündigte an, für die Notunterkünfte der evakuierten Einwohner aufzukommen. Einige der Evakuierten sollten noch am Sonntag in ihre Häuser zurückkehren dürfen.


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