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Gefangen im Iran: "Ich bin zum geistigen Wrack mutiert"

Seit einem Jahr sitzt Donald Klein im Iran im Gefängnis. Beim Hochseefischen geriet sein französischer Bootsführer versehentlich in iranische Hoheitsgewässer. Die Strafe: 18 Monate Haft. stern TV liegt Kleins "Knast-Tagebuch" vor. Die Schilderungen des 53-Jährigen sind schockierend.

Donald Klein hat kein Verbrechen begangen, er ist auch kein Spion. Während seines Urlaubs in den Vereinigten Arabischen Emiraten hatte er lediglich eine Tour zum Hochsee-Angeln gebucht. Sein Pech: Der französische Skipper Stephane Lherbier lenkte das Boot in militärisches Speergebiet bei der iranischen Insel Abu Musa. Festnahme, Verurteilung, 18 Monate Haft, keine vorzeitige Entlassung - aus dem Urlaubsausflug wurde ein Horrortrip.

Ein halbes Dutzend Gnadengesuche von Kleins Ehefrau Karin lehnten die iranischen Behörden ab. In Teheran hieß es gar, das Urteil sei noch viel zu milde für den illegalen Grenzübertritt - den der Deutsche gar nicht zu verantworten hat. Auch die Bundesregierung konnte bislang keine Haftverschonung erreichen. "Die deutsche Regierung setzt sich nicht genug für meinen Mann ein", klagt Karin Klein im Interview mit dem stern.

"Geopfert von der Bundesrepublik Deutschland"

Nach fünf Monaten Haft beginnt Donald Klein, ein Tagebuch zu verfassen, das stern TV exklusiv vorliegt. Eindringlich schildert Klein seine Verzweiflung. Er glaubt nicht mehr an eine Rückkehr nach Deutschland, denkt an Selbstmord, legt Einzelheiten seiner Bestattung fest. "Auf dem Sockel [der Urne] soll in gotischer Schrift stehen: 'Zum Gedenken an Donald Klein, Bildhauer und Mensch, geopfert von der Bundesrepublik Deutschland unter der Kanzlerin Merkel.'"

Die Iraner nennt Donald Klein zynisch "meine Gastgeber", die Gefängniszellen "Stuben"; die Unterbringung macht ihn fertig: "Mein Grab ist dreistöckig. Ich habe die mittlere Gruft. Sie ist zwei Meter lang, 85 Zentimeter breit und 80 Zentimeter hoch. Ich liege auf einer Holzplatte, eine Decke als Matratze, eine Decke zum Zudecken … 15 Betten sind in jeder Stube … Die meisten anderen Zimmer sind voll belegt: 20 bis 22 Leute. Sieben schlafen also in der Mitte auf dem Boden."

Die Hoffnung auf Unterstützung durch die deutschen Behörden hat Donald Klein zwischendurch vollständig verloren. Am 24. April notiert er: "Ich bin hier verlassen von allen außer meiner Frau, die ich pro Tag zwölfeinhalb Minuten anrufen darf, … morgens sechseinhalb und abends sechs Minuten. Die Botschaft ruf ich nicht mehr an, da ich meistens nicht zu Herrn F. durchkomme und die Gesprächszeit dann verschwendet ist. Außerdem hat er ja doch nichts Neues zu sagen. Die Botschaft bringt es nicht einmal auf die Reihe, mich einmal in der Woche zu besuchen."

"Reif für die Klapsmühle"

Klein ist auch auf den französischen Bootsführer, der ebenfalls inhaftiert ist, wütend: "Jesus sagt: Wer auch nur gedanklich seinen Nächsten Böses zufügen will, ist verdammt. Ich könnte liebend gern dem Franzosen bedenkenlos so Manches 'zufügen', diesem Arschloch. Darüber muss ich noch ne Weile sinnieren."

Immer wieder gibt es nächtliche Verhöre, Klein muss auf einem Stuhl in der Ecke sitzen mit dem Gesicht zur Wand. Die Iraner sagen, es gehe "um Spionage und meinen Kopf, um 20 Jahre oder Lebenslang." Diese Drohungen lassen Klein vollends verzweifeln: "Mittlerweile bin ich zu einem geistigen Wrack mutiert, nein nicht mutiert, reduziert. Nach weiteren 13 Monaten wäre ich reif für die Klapsmühle."

Lediglich die Gedanken an seine Kinder und seine Frau lassen ihn durchhalten. Im April darf sie ihn besuchen. "Nun da ich meine Frau in den Armen halte, sie fühle, sie rieche, spüre ich neue Kraft in mir. Ich weiß, dass ich für die Frau, die ich über alles in der Welt liebe, für die Mutter meiner Kinder das hier ab jetzt ohne größere Probleme durchstehen werde - und wenn es drei Jahre dauert."

25 Kilogramm hat Donald Klein im Gefängnis abgenommen, er leidet an verschiedenen körperlichen Gebrechen. Bleibt es beim ursprünglichen Urteil, muss er noch sechs Monate durchhalten. Besuchen will Karin Klein ihren Mann im Gefängnis vorläufig nicht mehr - der Abschied wäre für beide zu schmerzhaft.

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(