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Gegen Judenhass und IS-Terror: Zentralrat der Muslime verurteilt Extremismus

Am Freitag finden bundesweit Veranstaltungen gegen Rassismus und Extremismus statt. Anlass sind antisemitische Übergriffe und islamistische Aktionen - beides hat der Zentralrat der Muslime verurteilt.

Muslime beten in der Merkez-Moschee in Duisburg

Muslime beten in der Merkez-Moschee in Duisburg

Anlässlich eines bundesweiten Aktionstages am Freitag hat der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek, Hass gegen Juden und Terror im Namen des Islam verurteilt. "Wir wollen nicht schweigen, wenn hierzulande aus Rassismus Brandanschläge auf Moscheen und Synagogen verübt werden", sagte Mazyek der "Bild"-Zeitung.

Man dürfe auch nicht schweigen, "wenn Menschen den muslimischen Glauben missbrauchen, um Unrecht zu begehen. Das sind in Wahrheit Terroristen und Mörder, die den Islam in den Dreck ziehen und den Menschen - auch ihren eigenen Glaubensbrüdern - Hass und Leid bringen, in Syrien, im Irak und an anderen Orten."

Der Islam sei eine friedliche Religion. "Er erklärt Hetzparolen oder Judenhass, Enthauptungen oder Christenverfolgung zur Todsünde." Deshalb lade der Zentralrat der Muslime "alle Bürger ein, mit uns beim Freitagsgebet in unseren Moscheen und bei den Friedenskundgebungen überall im Lande für ein friedliches Miteinander zu beten und zu demonstrieren."Die islamischen Verbände in Deutschland wollen am Nachmittag mit einem bundesweiten Aktionstag öffentlich Position gegen Rassismus und Fanatismus beziehen. In neun Städten soll es Mahnwachen und Kundgebungen geben, unter anderem in Berlin und Frankfurt am Main.

she/DPA / DPA