HOME

Gerhard Schröder: 250.000 Euro für Teilzeitjob

Bei Gazprom laufen die Geschäfte und Gerhard Schröder, ehemals Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland, läuft mit. Wie Schröder selbst mitteilte, bekommt er dafür ein ordentliches Kilometergeld.

Altbundeskanzler Gerhard Schröder sackt für seinen Posten als Aufsichtsratschef des deutsch-russischen Ostsee-Gaspipelinekonsortiums 250.000 Euro im Jahr ein. Das gab Schröder auf einer Pressekonferenz des Konsortiums in Moskau bekannt. An dem Unternehmen sind der russische Staatsmonopolist Gazprom sowie E.ON und BASF beteiligt. Zweck ist es, eine Gasleitung an Polen und den baltischen Staaten vorbei nach Deutschland zu bauen.

Schröders Job bei dem Konsortium ist - nachdem der Deal bekannt wurde - scharf kritisiert worden, weil er das Projekt schon als Kanzler gefördert hat. Außerdem ist die polnische Regierung verärgert, weil sie meint, Deutschland verfolge mit der Pipeline eher eigene als gemeinsame Interessen der EU.

Seitdem Schröder aus der Politik ausgeschieden ist, hat er mehrere Posten in der Wirtschaft übernommen. Der frühere SPD-Vorsitzende soll unter anderem Berater bei der Investmentbank Rothschild werden und hat einen ähnlichen Posten beim Schweizer Ringier-Verlag erhalten. Zudem lässt er sich von einer amerikanischen Agentur gegen Honorar als Redner vermitteln.