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Hildesheim: Familie kauft Pilze im Supermarkt - und entgeht nur knapp einer Vergiftung

Als eine Familie aus Hildesheim eine gerade gekaufte Packung Steinpilze öffnete, war die Verwunderung groß. Ein merkwürdiger Geruch machte sich breit. Die Familie ging auf Nummer sicher und ließ die Pilze untersuchen. Das Ergebnis war erschreckend.

Eine Familie aus Hildesheim entging nur knapp einer Pilzvergiftung. In einer Steinpilzmischung aus dem Supermarkt versteckte sich ein Giftpilz

Eine Familie aus Hildesheim entging nur knapp einer Pilzvergiftung. In einer Steinpilzmischung aus dem Supermarkt versteckte sich ein Giftpilz

Wer sich frische Pilze im Supermarkt kauft, ist in der Regel sicher, hier nur genießbare und schmackhafte Ware zu bekommen. So dachte es sich auch eine Familie aus Hildesheim bei ihrem Einkauf in einem Supermarkt der Kaufland-Kette. Als sie zu Hause die Verpackung entfernte, bemerkte sie einen merkwürdigen Geruch und wurde stutzig. Sie brachte die Steinpilzmischung zu einem Sachverständigen, der die Probe untersuchte. Das Ergebnis war erschreckend. Bei einem der untersuchten Pilze handelte es sich um ein hochgiftiges Exemplar.

Wie der Pilz-Sachverständige herausfand, hätte der Verzehr des giftigen Fungus schwerwiegende gesundheitsschädliche Auswirkungen gehabt. Der Supermarkt reagierte sofort und nahm alle Packungen der Steinpilzmischung aus den Regalen.

Polizei hat Ermittlungen aufgenommen

Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und muss nun klären, in welchem Zeitraum und in welchen Filialen die Pilzmischung aus Polen verkauft wurde. Solange sollten Verbraucher keine Steinpilzmischung der Firma FRIHOL aus Polen verzehren, warnt die Polizeiinspektion in Salzgitter.

Zwar ist es äußerst selten, dass sich im Supermarkt giftige Pilze unter Speisepilze mischen, jedoch sollten Verbraucher besser einen Arzt aufsuchen, wenn bei ihnen nach dem Verzehr von Pilzen Beschwerden wie Bauchkrämpfe oder Durchfall auftreten. Immer wieder kommt es bei Pilzsammlern nach dem Verzehr zu tödlichen Vergiftungen.

Vorsicht vor giftigen Knollenblätterpilzen

Zuletzt ist ein erfahrener Pilzsammler aus Bremerhaven nach dem Verzehr giftiger Pilze gestorben. Seine Lebensgefährtin wurde mit starken Vergiftungserscheinungen notärztlich behandelt und kam ins Krankenhaus, teilte die Polizei mit. Die Frau hatte morgens laut um Hilfe gerufen, bis ein Nachbar aufmerksam wurde. Nach Angaben der Frau hatte sie am Vortag mit ihrem 56 Jahre alten Freund Pilze gesammelt und sich nach dem Essen immer schlechter gefühlt.

Die Polizei geht davon aus, dass die erfahrenen Sammler versehentlich giftige Sorten mit nach Hause nahmen. Bei geringsten Zweifeln sollten daher Pilze nie mitgenommen und auch nicht nach Buch, Handy-App oder Internet ausgewählt werden.

Auch die Polizei im Landkreis Lüneburg hatte in dieser Woche vor giftigen Knollenblätterpilzen gewarnt, die Speisepilzen zum Verwechseln ähnlich sehen. Besonders gefährlich sei dies für Flüchtlinge aus Syrien: Dort kämen essbare Pilze vor, die von der giftigen Sorte in Deutschland kaum zu unterscheiden seien.

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hev / DPA