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Verrückter Nachbarschaftsstreit: 47-Jährige soll "gnadenlos schwulen" Garten umdekorieren

Ein Nachbar stört sich an der farbenprächtigen Garten-Deko einer 47-jährigen US-Amerikanerin - und bittet per empörtem Brief um Änderung. Dass er damit letztlich genau das Gegenteil erreicht, dürfte ihm besonders übel aufstoßen.

Nachbar stört sich an Garten-Deko einer 47-Jährigen

Per Brief gegen Lampenketten im Regenbogen-Style: In Baltimore störte sich ein Nachbar an der Gartengestaltung einer 47-Jährigen

Streit mit der Nachbarschaft kann die absurdesten Gründe haben: Mal ist die Hecke zu lang, mal stört der Geruch brutzelnden Grillguts. Wieder andere ärgern sich über die Geräusche spielender Kinder. Um nur einige Beispiele zu nennen.

Ein Fall aus Baltimore im US-Bundesstaat Maryland setzt verrückten Nachbarschaftsfehden jetzt allerdings die Krone auf. Weil die 47-jährige Julie Baker ihren Garten - sagen wir - sehr farbenfroh gestaltete, bekam sie von einem Nachbarn empörte Post. Auf einem an Bakers Zaun aufgehängten Zettel beschwert sich der unbekannte Urheber, dass der Garten zunehmend "gnadenlos schwul" werde und er (oder sie) sowie weitere Nachbarn darum bitten, dies doch etwas runterzufahren.


Schließlich lebe man in einer christlichen Gegend, wo auch Kinder wohnen, begründet der Nörgler seine Bitte. Um dieser mehr Nachdruck zu verleihen, droht der selbsternannte "besorgte Hauseigentümer" Baker sogar mit der Polizei. 

33.000 US-Dollar in nur zwei Tagen

Mit seinem Brief erreichte der unbekannte Nachbar allerdings das komplette Gegenteil. Denn anstatt der Bitte nachzukommen, ging Baker in die Offensive. Sie gründete eine Crowdfunding-Kampagne, um ihren Garten noch "gnadenlos schwuler" zu machen, wie sie schreibt. Im Falle vieler Spenden, springe vielleicht ja sogar ein Regenbogen-Dach heraus, so die Mutter von vier Kindern.

Das dürfte sie sich inzwischen locker leisten können - auch, weil der Aufruf bei Facebook rund 13.000 Mal geteilt wurde. So gingen allein an den ersten beiden Tagen mehr als 2500 Spenden ein. Insgesamt kamen so (Stand Freitagabend) bereits mehr als 33.000 US-Dollar zusammen.

Auch auf Twitter wird Bakers Geschichte unter dem Hashtag #RelentlesslyGay fröhlich geteilt - und kommentiert. Der Großteil der User macht sich dort humorvoll Gedanken, was noch so alles "gnadenlos schwul" ist oder wie die 47-Jährige ihren Garten noch farbenprächtiger gestalten könnte. Eine Auswahl:






Eine Reaktion des empörten Nachbarn steht laut mehrerer Medienberichte aus. Möglicherweise ist ihm der Trubel, den sein empörter Brief verursacht hat, auch einfach zu groß geworden.

 

mod
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