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Göttinger Wurst: EU schützt "Strake" und "Feldkieker"

Göttinger Wurst gehört ab jetzt zu den geografisch geschützten Lebensmittel der EU. Damit können sich die Spezialitäten in eine lange Reihe von deutschen Lebensmitteln einreihen, wie der Thüringer Rostbratwurst oder den Aachener Printen. Die Wurst aus Göttingen zeige entscheidene Alleinstellungsmerkmale.

Die EU erkennt Göttingens Wurstspezialitäten an: Die "Göttinger Stracke" und der "Göttinger Feldkieker" dürfen künftig nur noch aus ihrer traditionellen Heimatregion kommen. Die EU-Kommission nahm die beiden Spezialitäten am Mittwoch in die Liste geografisch geschützter Lebensmittel auf.

Damit dürfen nur noch Hersteller aus der Region den Namen Feldkieker verwenden, laut EU-Amtsblatt "eine schnittfeste, luftgetrocknete Rohwurst aus Schweinefleisch, die dem Wesen nach einer Mettwurst entspricht". Immerhin sei der Feldkieker "etwas Besonderes aus der Region Göttingen". Das gilt auch für die Stracke, die sich "in Form, Kaliber und Gewicht" vom Feldkieker unterscheidet.

Die Stadt Göttingen und ihre Umgebung seien "traditionell für hoch entwickelte Fertigkeiten" bei der Verarbeitung von Fleisch bekannt, heißt es im Amtsblatt. Nachweise für die Beliebtheit der Göttinger Wurstspezialitäten reichten bis in das 18. Jahrhundert zurück.

Auf der Liste der rund 1000 Produkte stehen unter anderem auch Thüringer Rostbratwurst, Schwarzwälder Schinken, Lausitzer Leinöl, Kölner Bier (Kölsch), Spreewaldgurken und Nürnberger Lebkuchen.

ono/DPA / DPA
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Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?