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Google Doodle feiert Nikolaus-Tag: Über den griechischen Bischof von Myra

Am Vorabend des 6. Dezember stellen Kinder einen geputzten Stiefel vor die Tür, in der Hoffnung, am nächsten Morgen Süßigkeiten und kleine Geschenke vom Nikolaus darin vorzufinden. Die Suchmaschine Google hat dem Schutzpatron ein Doodle gewidmet. Doch wer war der griechische Bischof eigentlich?

Alljährlich haben Millionen Kinder am Morgen des 6. Dezember Schokolade, Mandarinen und kleine Gaben in ihrem geputzten Stiefel. Der Nikolaus sei aber wieder fleißig gewesen, pflegen die Eltern dann zu sagen und die lieben Kleinen freuen sich. Doch was hat es mit dem Nikolaus auf sich?

Nikolaus von Myra lebte im dritten und vierten Jahrhundert n. Chr. und war ein griechischer Bischof im kleinasiatischen Lykien. Sein Name wird mit "Siegreicher des Volkes" übersetzt und er gilt als Schutzpatron von Kindern ebenso wie von Bäckern, Kaufleuten, Seefahrern, Russen, Kroaten, Serben.

Dem heiligen Nikolaus werden zahlreiche Heldentaten nachgesagt. So soll er drei oströmische Feldherren vor der Hinrichtung bewahrt und drei jungfräuliche Schwestern, die der Vater mangels Mitgift zur Prostitution zwingen wollte, mit drei Goldklumpen beschenkt haben. Seefahrern hilft der Heilige, wenn sie in einen Sturm geraten, und während einer Hungersnot in Myra zweigte der Bischof von einer Schiffsladung Korn, das für den Kaiser bestimmt war, etwas für die Menschen in seiner Stadt ab.

Der populäre Nikolaus

Seit langem ist Nikolaus einer der beliebtesten katholischen Heiligen. Die orthodoxe Kirche verehrt ihn bereits seit dem sechsten Jahrhundert, im deutschsprachigen Raum wurde der Bischof im zehnten Jahrhundert populär. Zahlreiche Gotteshäuser sind nach ihm benannt. Seine Umdeutung als Weihnachtsmann im roten Mantel und mit weißem Rauschebart fand erst im 20. Jahrhundert in den USA statt.

Nikolaus gilt vor allem als Wohltäter der Kinder. Der Feiertag am 6. Dezember geht auf eine Legende zurück, nach der ein kinderloser Mann, der während der Bestattung des Bischofs von Myra ein Stück Leinen als Reliquie entwendete, am 6. Dezember des folgenden Jahres Vater eines Sohnes wurde. Nachdem später sein Kind entführt wurde, kehrte es ebenfalls am 6. Dezember durch einen Wirbelsturm nach Hause zurück.

Noch heute eilt dem Nikolaus sein Ruf als freundlicher, Kindern wohlgesonnener Heiliger voraus. Die Suchmaschine Google hat dem Bischof sogar ein Doodle gewidmet, auf dem mit allerlei Naschwerk gefüllte Stiefel zu sehen sind.

mlr
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