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Zersägter Hausstand zum Verkauf angeboten: Ebay-Auktion nach Scheidung war Marketing-Gag

Auto, Fernseher, Handy: Frustrierter Ehemann zersägt nach Scheidung sämtliche Gemeinsamkeiten und bietet sie auf Ebay an. Was nach Rosenkrieg klingt, entpuppte sich jetzt als Fake - allerdings mit ernstem Hintergrund.

Wütender Ehemann zerteilt nach Scheidung sämtliche Wertgegenstände

Ein offenbar wütender Ehemann zerteilt nach Scheidung sämtliche Wertgegenstände, darunter ein Opel Corsa, und versteigert diese auf Ebay. Jetzt kam heraus: Das Ganze war ein Marketing-Gag der Deutschen Anwaltsauskunft

Weil er sich angeblich scheiden lassen wollte, hat ein wütender Mann die gemeinsamen Sachen zersägt und wollte jeweils die Hälfte bei Ebay verkaufen: Wie sich herausstellt, gibt es ihn gar nicht. "Die Story haben wir uns ausgedacht", teilte die Deutsche Anwaltauskunft am Samstag mit. Demnach wollte das Online-Magazin des Deutschen Anwaltvereins mit der Aktion darauf aufmerksam machen, dass zu wenige Ehepaare für eine mögliche Trennung vorsorgten.


Der Verkäufer bietet unter dem Benutzernamen der.juli etwa einen halben Fernseher, ein halbes Auto und ein halbes Sofa bei dem Internet-Auktionshaus zum Verkauf an. Er gibt sich in den Beschreibungen als ein Mann aus, der seinen Hausrat nach einer Scheidung mit seiner Ex-Frau teilen muss. "Meine Flex und ich waren der Meinung, dass Sie GENAU die HÄLFTE bekommen soll", heißt es dort.

Keine Zweifel an Zulässigkeit der Auktion

Die 16 Auktionen enden am kommenden Freitag. Es gibt zahlreiche Gebote - das höchste liegt bei mehr als 1200 Euro. Die Geschichte ist zwar erfunden, die feilgebotenen Gegenstände wurden allerdings tatsächlich halbiert. Das zeigt ein Youtube-Video mit dem Titel "Für Laura", das in den Artikelbeschreibungen zu sehen ist.

Die jeweils Höchstbietenden sollen die halben Sachen auch bekommen, wie ein Sprecher des Anwaltsvereins erklärte. "Wir stellen den Leuten aber auch frei, davon zurückzutreten." Die Einnahmen würden an einen guten Zweck gehen, der per Online-Abstimmung ausgewählt werde.

An der rechtlichen Zulässigkeit der Aktion gebe es keine Zweifel, sagte der Sprecher weiter: "Wir haben niemanden getäuscht." Ebay war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

mod / DPA