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Hanf in Blumenbeeten: Die Polizei, dein Freund und Cannabis-Gärtner

In Göttingen haben Unbekannte in Parkanlagen und Blumenbeeten Hanf ausgesät. Die Polizei hat nun den Kampf gegen die Pflanzen aufgenommen – und reißt büschelweise Gras aus dem Rasen.

Von Katharina Grimm

Es könnte auch Unkraut sein. Wären da nicht die fünf gezackten Blätter am Stängel: Das ist Hanf, das Kiffer-Kraut Cannabis. Er wächst in Göttingen in diesem Sommer nicht mehr unbedingt auf illegalen Plantagen unter Schutzfolie oder Wärmestrahlern. Nein, in der niedersächsischen Stadt verschönert das zarte Grün die Ränder von Gehwegen, Blumenbeete und Parkanlagen.

Illegaler Drogenanbau im Stadtgebiet? Skandal! Die Polizei ist natürlich alarmiert. Man wolle die Beamten nicht gesondert schulen, damit diese die richtigen Pflanzen ausreißen. "Alles was nach Hanf aussieht, wird vernichtet", sagt ein Pressesprecher der Polizeiinspektion Göttingen in einem Interview.

Im Frühling hatten Aktivisten, die sich selbst "Einige Autonome Blumenkinder" nennt, Göttingens Grünanlagen mit Hanfsamen überzogen. "Dass wir diese sowohl nützliche als auch ästhetische Pflanze nicht öfter zu Gesicht bekommen, liegt daran, dass der Anbau in Deutschland grundsätzlich verboten ist", ließ die Truppe durch ein Bekennerschreiben verlauten. Der Grund dieser Aktion: Die Blumenkinder fordern die Legalisierung von Cannabis. Klar. "Um diese Missstände den Bürger*innen Göttingens ins Bewusstsein zu rufen und aus Protest gegen die restriktive Drogenpolitik, haben wir in ganz Göttingen mehrere Kilo größtenteils THC-arme Cannabissamen verteilt", heißt es weiter in dem Bekennerschreiben.

Die Polizei rückt seit Wochen den Cannabis-Pflanzen zu Leibe. Das feucht-warme Wetter hatte das Wachstum gefördert. Doch die Beamten machen kurzen Prozess. Zuletzt entfernten sie auf dem zentral gelegenen Wilhelmsplatz in Göttingen den Drogenfund. "Die Pflanzen werden dann samt Wurzeln entfernt und auf dem Kompost entsorgt", erklärt Gerrit Lebensiek, Leiter der Abteilung Grünflächenpflege des Baubetriebshof in Göttingen. "Wir behandeln das als Unkraut."

Mit Stumpf und Stiel ausgegraben

"Viele Pflanzen sind leider nicht mehr übrig", sagt ein Mitglied der Grünen Jugend Göttingen zu stern.de. "Die Polizei hat alles mit Stumpf und Stiel ausgegraben."

Alles? Nicht ganz. Die Beamten hätten vor allem die großen Pflanzen ausgerupft. Große Pflanze, großer Schaden für die Menschheit; das schien die Devise zu sein. Dass direkt daneben weitere kleine Ableger und Sprosse aus der Erde treiben, haben die Polizisten übersehen, sagt die Grüne Jugend. Dabei soll der Hanf kaum von der berauschenden Substanz THC enthalten. Wie auch, schließlich hätten die Aktivisten lediglich Vogelfutter mit Hanfsamen oder auch Nutzhanf ausgesät, sagt ein Mitglied der Grünen Jugend. "Und dafür so einen Riesen-Aufstand der Behörden."

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