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Happy Halloween: Google feiert das große Grauen

Aus einem alten irischen Brauch wurde eines der spektakulärsten Kostümfeste unserer Zeit. Für Neulinge der Gruselwelt gibt's den Schnupperkurs im heutigen Google-Doodle.

Von Hannah Wagner

Eine Tür quietscht, ein Dielenbrett knarzt, der Wind pfeift ums Haus. Das Fauchen einer Katze mischt sich mit dem Klappern umfallender Mülltonnen: Wir haben es entweder mit einem Szenario aus einem Gruselfilm oder schlicht mit dem Soundtrack des aktuellen Halloween-Google-Doodles zu tun. Der Suchmaschinengigant hat sich anlässlich dieser - in englischsprachigen Ländern weit verbreiteten Tradition - etwas ganz Besonderes einfallen lassen und einen animierten Schriftzug gezaubert, der den geneigten Internetnutzer in angemessene Gruselstimmung versetzt.

Der Religionstechnologe Sir James Frazer bezeichnet in seinem Werk "The Golden Bough" (Ausgabe von 1922) Halloween als "altes heidnisches Totenfest mit einer dünnen christlichen Hülle". Neben dem Frühjahrsfest Beltane, das wir gemeinhin als Walpurgisnacht kennen, soll es sich dabei um einen der wichtigsten Riten der Kelten gehandelt haben.

Vorbereitungen für's Gruselkabinett

In den Ländern, in denen das Halloween-Fest mit Inbrunst und großem Spektakel gefeiert wird, laufen die Vorbereitungen schon seit Tagen. Kürbisse werden mit Grimassen versehen oder zu wahren Kunstwerken geschnitzt um anschließend auf dem Rasen, dem Verandageländer oder der Terrasse platziert zu werden. Beleuchtet mit Kerzen tauchen sie zum Beginn der dunklen Jahreszeit Vorgärten und Bürgersteige in ein diffuses Flackerlicht.

Familien decken sich mit einem Vorrat an Süßigkeiten ein, der an klingelnde Kinder verteilt wird, die mehr oder weniger schüchtern ihre Aufwartung machen und mit "Trick or Treat" ("Süßem oder Saurem") drohen.

Teil der Vorbereitungen ist natürlich auch: Das Kostüm für die Halloween-Party. Gruselig soll es in den meisten Fällen sein, möglichst schockierend und vielleicht ein bisschen blutig. Von Frankenstein über Gespenster bis hin zum Klassiker Hexe ist auf den Straßen der USA und Kanada alles aus dem Grusel-Kabinett vertreten. Doch auch eher karnevalsähnliche, fröhliche Kostüme finden ihren Weg auf die Partys - normalerweise in jedem Jahr unter anderem auf Heidi Klums Halloween-Promi-Spektakel zu bewundern. In diesem Jahr hat das Model die Fete aufgrund des Hurrikans "Sandy", abgesagt.

Wappnung gegen böse Geister

Ursprünglich stammt der gruselige Brauch allerdings nicht aus den USA, sondern aus dem katholischen Irland. Die Wurzeln von Halloween oder früher "All Hallows' Evening" bezeichnen den Abend vor Allerheiligen und sind im weitesten Sinne auf keltische Bräuche zurückzuführen. Der Bezug zum Totenreich rührt daher und von Allerseelen - dem 2. November, an dem die Katholiken ihrer Verstorbenen gedenken. Es ist überliefert, dass in den Ursprüngen Halloweens große Lagerfeuer angezündet wurden, die nicht nur Licht in die Dunkelheit brachten, sondern auch die Vertreibung böser Geister begünstigen sollten. Auch Masken wurden benutzt, um ebendiese Geister zu vertreiben - den meisten Menschen standen im Winter harte Zeiten bevor und jedes noch so heidnische Mittel wurde genutzt, um sich gegen diese Jahreszeit zu wappnen.

Auch die beleuchteten Kürbisse sind mit diesem Zweck in Verbindung zu bringen. Auch wenn es sich dabei ursprünglich über eine wegweisende beleuchtete Rübe aus der Hand des Teufels gehandelt haben soll.

Ob die Entstehung Halloweens nun definitiv christlichen oder keltischen Bräuchen zuzuordnen ist, darüber diskutieren Wissenschaftler bis heute. Sicher ist lediglich, dass die Tradition mit einer langen Entstehungsgeschichte verbunden ist, die sich über die Jahre immer wieder verändert hat.

Durch irische Auswanderer fand die Halloween-Tradition schließlich ihren Weg in die USA, von wo aus sie sich stetig um die Welt verbreitete. Auch in Deutschland werden heute Abend Kinder an der ein oder anderen Tür klopfen und Süßes verlangen - "Sonst gibt's Saures!"

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.